Kinderbuchautorin stellte ihr neues Buch vor

Gruselstunde beim Lesefest "Käpt'n Book" am Konrad-Adenauer-Gymnasium

Während Isabel Abedi Bilder, die die Schüler zu ihrem Buch "Whisper" gemalt haben, auf die Leinwand hinter ihr projiziert, verrät sie ein wenig über das Buch.

Während Isabel Abedi Bilder, die die Schüler zu ihrem Buch "Whisper" gemalt haben, auf die Leinwand hinter ihr projiziert, verrät sie ein wenig über das Buch.

Bad Godesberg. Einen ganz besonderen Gast begrüßten am Donnerstagvormittag die Schüler am Konrad-Adenauer-Gymnasium. Jugendbuchautorin Isabel Abedi las im Rahmen des Lesefestes Käpt'n Book aus ihrem Roman „Whisper“.

"Es gibt tolle Lesungen, es gibt ganz wunderbare Lesungen, aber es gibt auch entsetzlich langweilige Lesungen", sagt Isabel Abedi zum Auftakt und spielt damit auf den, wie sie meint, schönen Ort in dieser Schule an. "Ich glaube, das hier wird eine ganz tolle Lesung. Zumindest für mich", so Abedi, während ihr Blick durch die voll besetzte Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (KAG) schweift. Dann setzt sie sich an einen kleinen Tisch, den die Schüler ihr vorab für die Lesung hergerichtet haben.

Bunte Zettel schauen aus ihrem Buch hervor, das schon ganz mitgenommen aussieht, wegen der vielen Lesungen, die Abedi im ganzen Land hält. Immer sucht sie andere Stellen dafür aus ihrem Roman heraus. Einige Hundert Lesungen hat sie bereits gehalten. Einige auch im Ausland, etwa in Brasilien.

Die Geschichte ihres Romans "Whisper", für den sie 2006 für den Jugendbuchpreis der Literatur nominiert wurde, ist schnell erzählt: Noa, die weibliche Hauptfigur ihres Romans, fährt zusammen mit ihrer Mutter, einer bekannten Schauspielerin, und deren schwulen Freund Gilbert in ein altes Haus auf dem Land. Noa bemerkt dort Dinge, die kein anderer zu spüren scheint. Eine Geisterbeschwörung, die Gilbert als Spiel begann, bringt Ereignisse ans Tageslicht, die Noa und ihren Ferienfreund, ein Junge aus dem Dorf, erschaudern lassen. Zusammen nähern sie sich einem Mordfall, der sich in genau diesem Haus abgespielt haben soll.

Natürlich lässt Abedi das Ende offen. Diejenigen, die ihr Buch noch nicht kannten, sollten es schließlich auch lesen. Am Eingang der Aula steht ein großer Büchertisch und tatsächlich kaufen etliche Schüler den Roman, den sie auch direkt von Abedi mit einer Widmung versehen lassen.

Am Ende haben die Schüler Gelegenheit, mit der Autorin ins Gespräch zu kommen, auch wenn Abedi die meisten Fragen bereits vorwegnahm. Zum Beispiel erzählt sie, wie sie auf ihre Geschichten kommt, wo sie die besten Ideen erhält und dass es das Haus aus dem Roman tatsächlich gibt. Die Handlung natürlich sei frei erfunden.

Abedi zeigt Bilder. Es sind Bilder aus der Mitte der 70er Jahre. In dem Haus verbrachte sie ihre Ferien. Das Dorf, das sie namentlich nicht benennt, liegt irgendwo im Westerwald. Weitere Bilder zeigen ihr Badezimmer, denn dort hat sie viele Ideen, wenn sie in der Badewanne liegt. Auch beim Radfahren oder Inline-Skaten fallen ihr Geschichten ein.