Katholische Kirche und Caritas kooperieren

Godesberger Lotsenpunkt berät Menschen in Not

Werben für die Arbeit im Lotsenpunkt: (von links) Pfarrer Wolfgang Picken, Diakon Gerd Klein, Jürgen Weber-Kölln (Sprecher der ehrenamtlichen Lotsen) und Frank Sevenig-Held vom Caritasverband.

Werben für die Arbeit im Lotsenpunkt: (von links) Pfarrer Wolfgang Picken, Diakon Gerd Klein, Jürgen Weber-Kölln (Sprecher der ehrenamtlichen Lotsen) und Frank Sevenig-Held vom Caritasverband.

Bad Godesberg. Beim Lotsenpunkt betreuen Ehrenamtliche seit vier Jahren Hilfesuchende in Bad Godesberg. Um neue Helfer zu gewinnen, laden die Organisatoren für 11. Juli zu einem Infonachmittag ein.

Zeit zum Zuhören – das ist wohl das Wichtigste, was die neun ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lotsenpunkts in der Bad Godesberger Innenstadt mitbringen. Seit vier Jahren gibt es das Beratungsangebot, das inzwischen unter dem Dach des „Suppenhimmels“, Am Fronhof 17, zu finden ist. Die Kooperationspartner Caritasverband und katholische Kirche starten jetzt einen Qualifizierungskursus, bei dem neue Helfer ins Team einsteigen können.

Jürgen Weber-Kölln, Sprecher der Ehrenamtler, nimmt den Begriff Lotse, der eigentlich aus der Seefahrt stammt, wörtlich: „Wir leiten die Menschen zu den Experten.“ Die Ratsuchenden, die das kostenlose Angebot wahrnehmen, haben ganz unterschiedliche Fragen. Ein wiederkehrendes Thema ist laut Diakon Gerd Klein die Wohnungssuche. Andere suchen Unterstützung bei Behördenbriefen und Formularen oder brauchen die Hilfe einer spezialisierten Beratungsstelle. Das Motto des Lotsenpunkts lautet: „Irgendwas geht immer.“ Manchmal hilft schon ein Gespräch, um einen Weg aus einer schwierigen Situation zu finden.

Standort in der Fußgängerzone hat sich bewährt

Die ehrenamtlichen Lotsen, die die Sprechstunden an fünf Tagen pro Woche unter sich aufteilen, werden nicht alleine gelassen, sondern bekommen Unterstützung von Klein als Koordinator und von der Caritas. „Ehrenamt kann ganz viel bewirken, aber es braucht einen guten Rahmen. Dafür steht der Lotsenpunkt in Bad Godesberg“, sagt Frank Sevenig-Held vom Caritasverband.

Laut Pfarrer Wolfgang Picken hat sich der Standort in der Godesberger Fußgängerzone bewährt. Weil für ein vertrauliches Gespräch im „Suppenhimmel“ manchmal der Platz fehlt, soll es bald einen zusätzlichen Besprechungsraum in direkter Nachbarschaft geben, in den die Lotsen mit den Hilfesuchenden ausweichen können. Das Angebot hat sich inzwischen im Stadtbezirk herumgesprochen. Trotzdem soll demnächst auch ein deutlicher Hinweis an der Fassade auf den Lotsenpunkt aufmerksam machen.

Bei einem Qualifizierungskursus im September und Oktober werden ehrenamtliche Helferinnen und Helfer auf die Arbeit im Lotsenpunkt vorbereitet. Ein unverbindlicher Informationsnachmittag dazu findet am Mittwoch, 11. Juli, von 15 bis 16 Uhr im Pfarrzentrum St. Marien, Burgstraße 43a, statt. Gesucht werden sozial interessierte, offene und kontaktfreudige Menschen, die Türen öffnen und Wege erleichtern. Niemand muss Angst haben, mit der Not der Ratsuchenden überfordert zu sein, denn vorher übernehmen die Fachstellen.

Der Lotsenpunkt, A, Fronhof 17, ist Dienstag und Freitag von 9 bis 11 Uhr geöffnet, Montag, Mittwoch und Donnerstag sind die Soziallotsen von 15 bis 17 Uhr da.

Fragen beantwortet Lotsenpunkt-Koordinator Gerd Klein nach einer E-Mail an diakon.klein@godesberg.com, unter 02 28/92 39 09 28 oder 0159/01 14 23 38.