Ort der Erinnerung an der Rheinallee

Gedenkstätte für Niklas Pöhler in Bad Godesberg

Trauer um Niklas P.: Am Rondell an der Rheinallee haben Menschen Kerzen entzündet und Blumen niedergelegt, um dem 17-Jährigen zu gedenken.

Trauer um Niklas P.: Am Rondell an der Rheinallee haben Menschen Kerzen entzündet und Blumen niedergelegt, um dem 17-Jährigen zu gedenken.

Bad Godesberg. Ein Bürgerantrag spricht sich für eine Gedenkstätte oder gar einen „Niklas-Pöhler-Platz“ aus. Die Verwaltung will den Vorschlag aber erst einmal zurückstellen.

Der Tod von Niklas Pöhler im Mai 2016 hat große Betroffenheit ausgelöst. Bis heute gedenken viele mit Blumen und Kerzen an der Rheinallee der Tat, bei der der damals 17-jährige brutal zusammengeschlagen wurde. Nun beschäftigt sich die Bezirksvertretung Bad Godesberg in ihrer Sitzung am 18. Oktober mit einem Antrag, in dem ein Bürger vorschlägt, dass Karree mit öffentlichen Mitteln der Stadt beziehungsweise des Landes NRW als dauerhafte Gedenkstätte in würdigem Rahmen herzurichten.

Er wünscht sich dabei alternativ oder zusätzlich eine Umbenennung des Tatorts in Niklas Pöhler-Platz, „um die Erinnerung an diese völlig sinnlose und bis heute nicht gesühnte schwere Gewalttat dauerhaft im Gedächtnis aller Bonner Bürger zu verankern“, so der Wortlaut des Bürgerantrags.

Die Verwaltung rät allerdings zum Abwarten und verweist auf den Arbeitskreis Gestaltung des runden Tisches Gewaltprävention: Da würden zurzeit in Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachdienststellen und Anliegern der Endhaltestelle Rheinallee Ideen zur Umgestaltung des Platzes erörtert. Da würden dann auch Vorstellung aus Politik und von Bürgern einfließen.