Herzenssprechstunde in Bonn Mehlem

Fahad-Akademie als Ersatz für fehlenden Dorfsaal

Anwohner befürchten, dass nach Bezug der „Siebengebirgsterrassen“ auf der Deutschherrenstraße eine Verkehrskollaps droht.

Anwohner befürchten, dass nach Bezug der „Siebengebirgsterrassen“ auf der Deutschherrenstraße eine Verkehrskollaps droht.

Mehlem/Landesdorf. Bei der Herzenssprechstunde für Lannesdorf und Mehlem geht es vor allem um den Verkehr und den Busfahrplan. Aufgrund eines fehlenden Festsaals könnten sich die Lannesdorfer vorstellen, künftig in der König-Fahad-Akademie zu feiern.

Könnte die König-Fahad-Akademie vielleicht demnächst für Feiern genutzt werden? Angesichts eines fehlenden Saales war dies nur ein Thema bei der Herzenssprechstunde für Lannesdorf und Obermehlem.

Zu der hatte wieder das Generationennetzwerk eingeladen, in diesem Fall vertreten durch Quartiersmanagerin Ines Jonas. Es ging es recht schnell zur Sache: Peter Mähler vom Kirchausschusses Lannesdorf äußerte seine großen Bedenken, wie angesichts der fortschreitenden Fertigstellung der „Siebengebirgsterrassen“ mit Wohnraum für 400 bis 500 Personen die Deutschherrenstraße den zusätzlichen Verkehr aufnehmen solle. Auch die Frage nach öffentlichen Verkehrsmitteln kam dabei auf sowie nach den aktuellen Entwicklungen hinsichtlich des ebenfalls an der Deutschherrenstraße liegenden Lubig-Geländes.

Die Vertreter der Politik teilten die Sorge der Bürger, versprachen, diese Problematik im Blick zu behalten – wenn dies nicht schon bei der Wahl der Zufahrtswege geschehen sei. Moderatorin Ebba Hagenberg-Miliu fragte bei Ute Schlömer von den Stadtwerken Bonn nach den Bussen, die derzeit oft überfüllt seien. Schlömer sagte, dass mit dem neuen Fahrplan ab Ende August mehr Gelenkbusse fahren sollen. In Planung sei auch eine Taktverdichtung, die Entscheidung dazu liege allerdings bei der Stadt, an die sich die Bürger wenden könnten.

Von der Deutschherrenstraße ging es zu den zu engen Rheinwegen in Mehlem, die schon öfter Thema der Herzenssprechstunde waren. Dafür sagte die Politik zunächst kurzfristige Lösungen zu wie beispielweise das verstärkte Zurückschneiden der Grünflächen, um die Wege nicht noch zusätzlich zu verengen.

Auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Radfahrer – zumindest an den vollen Wochenenden – stand im Raum und wurde von Bürgermeisterin Angelica-Maria Kappel befürwortet. Auch die geplanten Schnellradwege am Rheinufer können eine langfristige Lösung sein, da mit diesen die Rad- und Spazierwege auf jeden Fall klarer getrennt würden.

Als weitere Themen lagen den Bürgern etwa die stellenweise verdreckte Vebowag-Anlage an der Meckenheimer Straße sowie von Taubenkot bedeckte Plätze in Mehlem am Herzen. Letztes Thema der Runde war der mit der Schließung der Bauernschänke fehlende Dorfsaal in Lannesdorf. Vertreter des Orts zeigten sich sogar offen für eine mögliche Nutzung der König-Fahad-Akademie.