Gemeinde St. Marien und Servatius

Einweihung des Kindergartens

FRIESDORF. Mit einer ausgeprägt familiennahen Messe in der St.- Servatius-Kirche in Friesdorf und der anschließenden Segnung des Kindergartens und des Pfarrzentrums ist eine umfangreiche Baumaßnahme in der Kirchengemeinde abgeschlossen worden.

Nun befinden sich alle Gemeindeeinrichtungen in unmittelbarer Nähe und sind "unter dem Kirchturm vereint", bemerkte Dechant Wolfgang Picken gestern.

Der erste Schritt dieses komplexen Vorhabens war die Sanierung des Pfarrhauses, eines alten Klinkerbaus, in dessen Erdgeschoss die sichtlich gut ausgestattete Pfarrbücherei sowie das Pfarrbüro eingezogen sind. In den oberen Geschossen befinden sich zwei Dienstwohnungen.

Das innen hell und schlicht gestaltete Haus erlebt dieser Tage eine Veränderung, da Pater Gerd-Willi Bergers auszieht, um in Düsseldorf neue Aufgaben zu übernehmen. Für ihn kommt aus Köln Pater Gabriel Astery Mushi von der Ordensgemeinschaft Apostel Jesu als neuer Kaplan nach Friesdorf. Von der Gemeinde wurden sie herzlich verabschiedet und willkommen geheißen.

Auch das Pfarrzentrum, ein zweistöckiges Gebäude an der Annaberger Straße, erfuhr eine tiefgreifende Renovierung. Allein der Keller ist noch nicht fertiggestellt, wird aber bald Raum für Jugendtreffen bieten sowie eine Küche aufnehmen. Das Erdgeschoss wird jetzt vom Kindergarten genutzt. Hier ist die "Nestgruppe" untergekommen: zehn Kinder zwischen vier Monaten und drei Jahren. Im ersten Stock sind in einem nüchternen Stil Besprechungszimmer sowie ein großer, unterteilbarer Saal untergebracht.

Das größte Vorhaben war der Bau der Kitaräume, die außen in Weiß, Gelb und Orange fröhlich, innen in warmen Gelbtönen einladend erstrahlen. Werkräume, fantasievolle Bewegungslandschaften, einladende Podeste und ein von fast jedem Zimmer zugängliches Außengelände mit Sandkasten für die Kleinsten und Kletterhäuschen, Wasserrinnen und Rutschen für die Größeren: Die Ausstattung des Kindergartens hat laut Leiterin Birgit Krah oft zu Äußerungen geführt wie: "Das hatten wir als Kinder aber nicht. Ist das denn nötig?" Ihre Antwort ist ein eindeutiges Ja, da die Kinder viel Zeit in diesen Räumen verbringen: "Sie spielen, sie essen und schlafen hier", so Krah. Es sind insgesamt 72 Kinder, die in vier Gruppen von 16 Erziehern betreut werden.