Kommentar

Einmischen in Leitbildprozess für Bad Godesberg erwünscht

Die Fußgängerzone von Bad Godesberg mit der Godesburg im Hintergrund.

Die Fußgängerzone von Bad Godesberg mit der Godesburg im Hintergrund.

Bonn-Bad Godesberg. Viele der mehr als 400 Teilnehmer loben die Auftaktkonferenz zum Leitbildprozess für Bad Godesberg. Jeder kann übers Internet mitmachen.

Die 400 Stühle bei der ersten Leitbildkonferenz haben nicht gereicht. Es kamen so viele Interessenten in die Stadthalle, dass nicht nur Oberbürgermeister Ashok Sridharan erstaunt und erfreut über das große Interesse war. Wenn es um die Zukunft ihres Stadtbezirks geht, lassen viele Godesberger einen warmen Abend im Biergarten sausen und mischen sich lieber ein. Hut ab.

Der Abend hat gezeigt, dass es auch andere Themen gibt als die üblichen Verdächtigen wie Kurfürstenbad, Ausländer, Kurpark und Rathaus. Mag früher für manchen vieles schöner gewesen sein, hat der Stadtbezirk auch heute noch seine Schokoladenseiten, wie auf den Karten an den Ständen zu lesen war. Die Teilnehmer machten natürlich auch ihrem Unmut Luft. Dabei waren aber die Hinweise meist sachlich und konstruktiv formuliert. Ein solches Fundament braucht das Steuerungsteam für die kommende Diskussion. Das wird noch solider werden, wenn nun weitere Stimmen über das Internet eingesammelt werden und in den nächsten Wochen zudem Kinder und Jugendliche ihre Meinung sagen dürfen.

Schade, dass der Leitbildprozess nicht noch größer öffentlich beworben wurde. Denn Flyer in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen erreichen nun nicht mal jeden. Der OB bat deshalb die Bürger, die Sache weiterzuerzählen. Ob das genügt?