Christuskiche in Bonn

Eindrucksvolle Töne und ernste Worte Benefiz-Gala für das Mädchenhaus

Bis an die Schmerzgrenze: Das Violinspiel Konstantin Gockel korrespondierte mit den vorgetragenen Gedichten.

PLITTERSDORF. Schräge, aber gekonnte Violinentöne begleiteten die Rezitationen von Monika J. Mannel, Leiterin der Kreativen Schreibwerkstatt Bonn. "Der See der Erinnerung brodelt" las sie aus einem Gedicht vor. Es folgten weitere eigene Gedichte, vorgetragen vor der warm und hell erleuchteten Altarwand der Christuskirche in der Wurzerstraße. Ernste Worte und Töne, die aufhorchen ließen.

Worte wie die Violinentöne, gespielt und komponiert von Konstantin Gockel, kurz vor der Schmerzgrenze, klar und sehr eindrucksvoll. Kein Entrinnen gibt es für das Kind in den Gedichten vor Missbrauch und Schlägen. "Ich habe Gewalt und Missbrauch selbst als Kind erlebt", erzählte Mannel sehr ernst.

Die Einnahmen der Benefiz-Gala sind für das Mädchenhaus Bonn gedacht. "Der Erlös des Konzertes soll den Alltag der Mädchen etwas schöner machen", erklärte Bitten Stuhlmann-Laeisz, Vorsitzende des Vereins. "Mit dem Geld werden wir Mal-, Tanz- oder Musiktherapie finanzieren und Englischunterricht", Die Zufluchtseinrichtung gibt es in Bonn seit 1997. Das Programm des Konzerts enthielt noch weitere musikalische Höhepunkte. Arien für Alt von Händel und Bach, gesungen von Ulla Berres.