Bezirksvertretung Bad Godesberg

Diskussion über Theater-Standort

Bad Godesberg. Für eine Überraschung sorgten am Mittwochabend in der Bezirksvertretung Bad Godesberg die klaren Aussagen von Bettina Montazem zu einem in Bonn diskutierten neuen Schauspielhaus mit Oper und Theater in Bad Godesberg: Sollte dieses jemals kommen, werde man das Kleine Theater sofort schließen.

„Das Entweder/Oder ist für uns neu“, sagte Philipp Lerch (CDU). An Probleme für das Kleine Theater habe man bei den Ideen für eine Spielstätte im Kurpark gar nicht gedacht. „Wir sind von Synergieeffekten ausgegangen“, meinte Lerch. „Deshalb müssen wir jetzt noch einmal darüber sprechen.“

Für Bad Godesberg sei es wichtig, dass das Kleine Theater jetzt da sei, meinte Bärbel Richter (SPD). Die Sozialdemokraten hatten den einstimmig beschlossenen Antrag gestellt, dass die Verwaltung nun die Vertragsverhandlungen mit dem Förderverein des Theaters führen soll, dessen Leiter derzeit noch Walter Ullrich (88) ist. Den Sozialdemokraten ist ein Erbpachtmodell am liebsten, bei dem das Haus langfristig im Eigentum der Stadt bleibt.

Monika Heinzel (Grüne) geht es vor allem um Planungssicherheit für das Phoenix-Team, aber auch für die drei Theatermitarbeiter, die jeweils eine volle Stelle haben.

Ein kombiniertes Opern-/Theaterhaus in Bad Godesberg sei bislang ein reiner Prüfungsauftrag, merkte Achim Schröder (FDP) an. „Das jetzt mal zu Ende zu denken, ist richtig“, sagte er. Das Ensemble Phoenix solle sich nicht von diesem Prüfungsauftrag irritieren lassen.

Alle Parteien lobten das Engagement von Phoenix. Auch der Verein Bad Godesberg Stadtmarketing sagte seine Unterstützung zu.