Kommentar zum Verkauf des Altstadtcenters

Die „Feuerwehr“ rückt ab

Die Bauarbeiten am Altstadtcenter gehen weiter: Aktuell wird das Pflaster von Rampe und Terrassen saniert.

Die Bauarbeiten am Altstadtcenter gehen weiter: Aktuell wird das Pflaster von Rampe und Terrassen saniert.

Bad Godesberg. Es lagen große Hoffnungen auf der Firma FFire, den selbst ernannten Immobilienrettern aus Berlin. Doch jetzt ist die Feuerwehr still und heimlich aus dem Bad Godesberger Altstadtcenter abgerückt.

FFire-Geschäftsführer Peter Brockhaus war in den vergangenen Jahren als Ansprechpartner zumindest greifbar, diskutierte mit Volkshochschule und Bonner Architekten und vermittelte das Bild eines langfristigen Interesses am Standort Bad Godesberg. Was der neue Investor nun bringt, bleibt abzuwarten.

Eine gute Nachricht ist, dass auch nach dem Verkauf auf den City-Terrassen weiter gebaut wird: Bauzäune, Gerüste und aufgestapelte Ziegelsteine wohin man blickt. Neue Wohnungen werden zur Vermietung angeboten – angesichts des jahrelangen Ladenleerstands ist das eine echte Verbesserung.

Auf dem milliardenschweren Markt der internationalen Immobilientransaktionen ist das Godesberger Altstadtcenter nur ein kleiner Fisch. Ein ehrliches lokales Interesse wird kaum einer der wechselnden Investoren und Makler haben. Wer hier mit wem Geschäfte macht, wessen Geld hier geparkt wird und wer Geld verdient, bleibt im Dunkeln.

Capital Bay hat eine glänzende Homepage, die Versicherungen, Banken und Pensionskassen als Kunden nennt. Die Firma wirbt auch mit kräftigen Renditen und Mietsteigerungen. Ob das gut für die Godesberger Innenstadt ist, bleibt fraglich.