Ahrweiler Strafgericht

Der Ex-Freundin den Tod angedroht

AHRWEILER.  Ein 42-jähriger Godesberger ist vom Ahrweiler Strafgericht wegen Nötigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von elf Monaten verurteilt worden. Der Angeklagte hatte seiner Lebensgefährtin kurz nach der Trennung telefonisch gedroht, sie "totzuschlagen", wenn sie noch einmal nach Ahrbrück kommen sollte, um ihre Sachen zu holen.

Die Drohung hatte die Frau offensichtlich derart verängstigt, dass sie sich tatsächlich nicht mehr getraut hatte, den Ort aufzusuchen. Der 42-Jährige gab vor Gericht zu, ein Telefongespräch mit seiner Ex-Freundin geführt zu haben, sich an den Inhalt aber nicht mehr erinnern zu können.

So weit er wisse, habe er lediglich das Geld von ihr zurückgefordert, dass sie bei ihrem Auszug habe mitgehen lassen. Außerdem sei er verärgert gewesen, weil sie nach der Trennung für zwei Wochen für niemanden erreichbar gewesen sei. So habe das Jugendamt, das zuvor die Kinder an sich genommen habe, vergeblich versucht, sie zu kontaktieren, um die Kleidung der Kinder bei ihr abzuholen.

Auf Anraten seines Verteidigers räumte er die Tat jedoch ein. Der Angeklagte ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr: Sein Auszug aus dem Bundeszentralregister weist insgesamt 28 Vorstrafen aus. So ist auch in das aktuelle Strafmaß ein Urteil vom August vergangenen Jahres eingeflossen.

Damals war er - ebenfalls vom Ahrweiler Gericht - unter anderem wegen Körperverletzung zu neun Monaten Haft verurteilt worden. Für die Tat an sich hat das Gericht eine viermonatige Gefängnisstrafe ausgesprochen. Weil die "kein Pappenstiel" sei, hatte die Staatsanwaltschaft im Vorfeld des Verfahrens eine Strafe von acht bis zehn Monaten ins Auge gefasst. Das Geständnis habe es gerechtfertigt, das Strafmaß entsprechend zu reduzieren.

Abo-Bestellung
News, Informationen und Service aus dem Stadtbezirjk Bad Godesberg

Leserfavoriten

Folgen Sie uns auf Google+