Pfarreienfusion nimmt weiteres Etappenziel

Dechant Picken nun auch Pfarrer im Burgviertel

BAD GODESBERG. Eine Woche nach seiner Einführung als Priester in der Südpfarrei ist Dechant Wolfgang Picken am Wochenende auch in der Pfarrgemeinde Sankt Marien und Sankt Servatius von Weihbischof Heiner Koch als kanonischer Pfarrer begrüßt worden.

Während des Gottesdienstes in der Marienkirche wurde die vom Kölner Erzbischof unterzeichnete Ernennungsurkunde verlesen. Mit den beiden afrikanischen Patres Benard und Samuel stellte Picken der Gemeinde zwei neue Kapläne im Seelsorgeteam des Burgviertels vor. Im Namen der Gemeinde begrüßte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans-Clemens Köhne den Dechanten im Burgviertel. Bereits in seiner zweijährigen Amtszeit als Pfarrverweser, so Köhne, habe Picken wichtige Akzente im Burgviertel gesetzt.

Als Beispiele nannte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende den Umstand, dass die Pfarrhäuser in Friesdorf und Alt-Godesberg wieder kontinuierlich mit Geistlichen bewohnt seien. Zudem verwies er auf die anstehenden Bauarbeiten an den beiden Pfarrzentren und die Sanierung der Michaelskapelle sowie auf die Einrichtung der Stelle eines Jugendreferenten.

Weniger Freude über die Einführung Pickens äußerte derweil Köhnes Vorgänger Christoph Bauerle, der vor über zwei Jahren aus Groll über die Pfarreienfusion aus dem Amt geschieden war. Er und die von ihm vertretene Gruppe "Katholiken im Burgviertel" sei unverändert der Ansicht, "dass hierdurch die persönliche Nähe von Priestern und Gremienmitgliedern zu den Gemeinden verloren geht. Aus diesem Grunde setzen wir uns für den Erhalt von drei eigenständigen Bad Godesberger Gemeinden mit jeweils einem eigenen leitenden Pfarrer ein", erneuerte Bauerle unter Berufung auf eine "schweigende Mehrheit" via Pressemitteilung diese Forderung.

Ihrer ungeachtet ist der aus ehemals 13 Kirchengemeinden bestehende Seelsorgebereich Bad Godesberg mit 26000 Katholiken nunmehr der zahlenmäßig Größte im Erzbistum. geworden.