Deutsche Knochenmarkspenderdatei

Charity Tour in Bonn sammelt 20.000 Euro für die DKMS

Tourteilnehmer und einige Gäste brechen vom Godesberger Rathaus gemeinsam zur letzen Etappe nach Bonn auf.

Tourteilnehmer und einige Gäste brechen vom Godesberger Rathaus gemeinsam zur letzen Etappe nach Bonn auf.

Bad Godesberg/Bonn. Ihre Zielsetzung haben die Veranstalter der Barmer Charity Tour erreicht: In der achten Ausgabe dieser Radtour wollte man bei den Spendeneinnahmen für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei die 80.000-Euro-Marke knacken.

Mit dem Scheck über 20.000 Euro, den Frauke Löpmeier von der DKMS am Sonntagabend nach einem Kurzaufenthalt vor dem Godesberger Rathaus auf dem Bonner Marktplatz entgegennehmen konnte, kann man hinter dieser Vorgabe einen Haken machen.

Die gut 380 Kilometer lange Tour, die am Samstag von Bonn nach Trier und am Sonntag zurück führte, war nur der Abschluss eines Spendenmarathons. Schon vorab hatten diverse Sponsoren rund 17 500 Euro gespendet, weiteres Geld kam über Startgebühren der 75 Teilnehmer und spontane Spenden am Wochenende zusammen. Geld, das die DKMS in ihrem Kampf gegen Blutkrebs gut gebrauchen kann.

Denn während die Registrierung von Knochenmarkspendern für diese auf freiwilliger Spendenbasis läuft, kostet sie die DKMS durchaus Geld: „Pro Spender haben wir 35 Euro Kosten“, so Löpmeier. Die entstehen vor allem durch die Typisierung der Gewebeproben im Labor. Die Krankenkassen übernehmen das nicht. „Die Kosten entstehen ja einem gesunden Menschen.“ Der DKMS sei es aber wichtig, dass sich möglichst viele Menschen registrieren, auch wenn sie sich keine Spende leisten können, sagte sie in Bad Godesberg.

Dort gesellten sich zu den Teilnehmern an der Tour, die vom Radtreff Campus Bonn organisiert wurde und nichts für Gelegenheitsradfahrer war, einige Gäste: Neben der Godesberger Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke sowie ihren Kollegen Guido Déus aus Beuel und Reinhard Limbach aus Bonn waren Sport- und Bäderamtsleiter Stefan Günther und aus dem Rhein-Sieg-Kreis Landrat Sebastian Schuster und die Bürgermeister aus Rheinbach, Stefan Raetz, und Meckenheim, Bert Spilles, auch Sponsorenvertreter gekommen. Unter ihnen war Dietmar Welslau, Personalmanager der Deutsche Telekom und zum wiederholten Mal Schirmherr der Tour. Auch Marco Henn, Hauptgeschäftsführer der Barmer GEK als Hauptsponsor, war mit dabei.

Diese Radtour, bei der alle Fahrer ein DKMS-Trikot trugen, sei wichtig, weil eine solche Aktion in der Öffentlichkeit auffalle. Bezirksbürgermeisterin Stein-Lücke lobte den Aufwand, den der Radtreff betreibe. Es sei generell schwierig hierzulande, größere Spenden einzufahren, bemängelte sie. Dafür müsse man oft mehrmals bei Großunternehmen anfragen. „Charity steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen.“

Infos auf www.dkms.de