Plakette der großzügigen Förderung

Bronzemedaille für die Michaelskapelle

Die Bronzetafel für die Michaelskapelle zeigen (v. l.) Michael Vangerow, Susanne Verpoorten, Wolfgang Picken und René Klose.

BAD GODESBERG. In neuem alten Glanz präsentiert sich seit vergangenem Jahr die Michaelskapelle auf dem Godesberg. Dank mehrerer Geldgeber konnte das barocke Kleinod unterhalb der Godesburg für rund 750.000 Euro komplett saniert werden.

An der Dachinstandsetzung der Michaelskapelle beteiligte sich vor zwei Jahren auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit 50.000 Euro. Gestern überbrachten Michael Vangerow und Susanne Verpoorten vom Ortskuratorium Bonn der DSD sowie René Klose von WestLotto, Dechant Wolfgang Picken eine Bronzetafel mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der Glücksspirale".

"Als wir hier vor zweieinhalb Jahren standen, bröckelte es noch von der Decke", erinnerte sich Dechant Picken, der sich für die "maßgebliche Unterstützung" durch die Stiftung bedankte. Größter Geldgeber für die Sanierung war das Erzbistum Köln, aber auch der Förderverein der Michaelskapelle steuerte rund 10.000 Euro bei. "Es wurde alles in den ursprünglichen Zustand versetzt", berichtete Picken, der auch darauf hinwies, dass es wichtig sei, dass die Kapelle auch genutzt werde: Von Mai bis Oktober findet hier beispielsweise die Samstagabendmesse von St. Marien statt.

1244 erweiterte Erzbischof Konrad von Hochstaden die Burg und ließ eine neue Michaelskapelle bauen. Im Truchsessischen Krieg 1583 wurde die Burganlage gesprengt und dabei wohl auch die Michaelskapelle weitgehend zerstört. Um 1660 wurde sie wiederaufgebaut. Die Michaelskapelle ist eines von über 360 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie Glücksspirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.