Pussy Riots

Bonner protestieren vor russischem Generalkonsulat für Punkrockband

Solidarischer Proteste: Vermumt wie die "Pussy Riots" bei ihrem Auftritt stehen Demonstranten vor dem russischen Generalkonsulat.

SCHWEINHEIM. Wie in anderen europäischen Städten haben am Mittwoch auch in Bonn Sympathisanten der russischen Punkrockband Pussy Riot gegen deren Festnahme protestiert. Gegenüber dem russischen Generalkonsulat in Schweinheim versammelte sich am Nachmittag eine kleine Gruppe Demonstranten.

Bei der Polizei hatten sie zuvor eine Ausnahmegenehmigung für die Art der solidarischen Maskierung eingeholt, welche die Pussy Riots während ihres kremlkritischen Auftritts in einer Moskauer Kirche getragen hatten. Denn eigentlich untersagt das Vermummungsverbot den Teilnehmern von Demonstrationen, ihr Gesicht zu verdecken.

Die drei Musikerinnen von Pussy Riot stehen wegen ihrer Aktion zurzeit vor Gericht, ihnen drohen lange Haftstrafen. Wenige Tage vor der Urteilsverkündung mehren sich in Europa die Solidaritätsbekundungen, in deren Fokus zugleich den autoritären Regierungsstil von Russlands Präsident Wladimir Putin liegt. Janine Schneider, die Initiatorin der Aktion in Bonn, sagte: "Wir wollen, dass die Musiker frei gelassen werden und Russland liberaler wird".