Lesung mit Julia von Lucadou

Bonner Autorin erobert rheinische Kulturlandschaft

In der Buchhandlung: Julia von Lucandou (links) stellt ihren Roman „Die Hochhausspringerin“ bei Barbara Ter-Nedden vor.

In der Buchhandlung: Julia von Lucandou (links) stellt ihren Roman „Die Hochhausspringerin“ bei Barbara Ter-Nedden vor.

BAD GODESBERG. Die Bonner Stadtschreiberin Julia von Lucadou hat in der Parkbuchhandlung ihren Roman „Die Hochhausspringerin“ vorgestellt. In Bad Godesberg lässt sie sich gerade für ein neues Buch inspirieren.

Eine Stadt mit vielen Hochhäusern, eine Mega-City der Zukunft mit viel Glas und viel Ästhetik beschreibt die Bonner Stadtschreiberin, gebürtige Heidelbergerin und promovierte Filmwissenschaftlerin Julia von Lucadou in ihrem Roman „Die Hochhausspringerin“. Nun las die Autorin, die aktuell im Bad Godesberger Villenviertel wohnt und sich hier „in Ruhe und mit viel Zeit“ als erste Stadtschreiberin für ein neues Buchprojekt inspirieren lässt, in der Parkbuchhandlung an der Koblenzer Straße aus ihrem Roman vor.

„Die Hochhausspringerin“ handelt von der Psychologin, Leistungssportlerin und Hochhausspringerin Riva. „Riva ist ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich weigert sie sich zu trainieren. Kameras sind allgegenwärtig in ihrer Welt, aber sie weiß nicht, dass sie gezielt beobachtet wird: Hitomi, eine andere junge Frau, soll Riva wieder gefügig machen“, erläutert Julia von Lucadou die Handlung und fügt ergänzend hinzu: „Wenn sie ihren Auftrag nicht erfüllt, droht die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, ohne Möglichkeit, der Gesellschaft zu dienen“.

Bevor Julia von Lucadou ihre Lesung startete, wurde sie von Amélie Koenings vorgestellt. Barbara Ter-Nedden von der Parkbuchhandlung nutzte die Gelegenheit, die Aktivitäten des Vereins Lese-Kultur Godesberg vorzustellen, der auch Autorin Julia von Lucadou unterstützt. Gegründet wurde der Verein von Buchhändlerin Ter-Nedden gemeinsam mit sechs weiteren Kulturfreunden im August 2015.

Erklärtes Ziel war und ist es, die Kulturlandschaft in Bad Godesberg zu bereichern, sagte Barbara Ter-Nedden. Mehrfach erhielt der Verein schon den Ferdinande-Boxberger-Preis, gestiftet von einer Godesbergerin, die sich zeitlebens für die Förderung von Literatur, Musik, Philosophie und Kunst einsetzte.

Das Preisgeld des Boxberger-Preises diente so auch zur Einrichtung des Literaturstipendiums für die erste Bonner Stadtschreiberin, Julia von Lucadou. Verabschiedet aus ihrem Amt wird die Stadtschreiberin am 21. Februar kommenden Jahres im Rahmen eines großen Festabends in der Redoute, der musikalisch gestaltet wird von Sarah Maria Sun und „aufstrebenden jungen Musikern“, wie Barbara Ter-Nedden erklärte. Die erste Stadtschreiberin selbst wird bei dieser Gelegenheit auch aus ihren neuen Texten lesen, die sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zuvor in Bad Godesberg zu Papier gebracht hat.