Trauergottesdienst

Bewegender Abschied von Pfarrer Powalla

Bischof Heiner Koch zelebrierte gemeinsam mit 20 Priestern den Trauergottesdienst in der Lannesdorfer Pfarrkirche Herz Jesu.

LANNESDORF. In bewegenden Gottesdiensten haben am Mittwoch  und am Donnerstag zahlreiche Bad Godesberger Abschied von Pfarrer Helmut Powalla genommen, der in der vergangenen Woche gestorben war. Die Lannesdorfer Pfarrkirche Herz Jesu vermochte an beiden Tagen nur einen Teil der Menschen zu fassen, die dem beliebten Geistlichen mit ihrer Anwesenheit die letzte Ehre erwiesen. Im Ortskern kam zeitweise der Verkehr zum Erliegen.

Bereits am Donnerstagnachmittag hatten viele Gläubige den Weg in die Kirche gefunden. Am Altar, wo der Sarg aufgebahrt war, wurden zahlreiche Blumen abgelegt. Und schon bei der Trauervesper am Abend war die Kirche fast zu klein, um den vielen Besuchern die Teilnahme zu ermöglichen. Auffallend viele Jugendliche und junge Erwachsene waren dabei, aber natürlich auch viele weitere Wegbegleiter aus ganz Bad Godesberg.

Der Päpstliche Ehrenprälat Monsignore Roman Mensing hielt die Traueransprache mit folgenden doch sehr prägenden Skizzierungen: "Pfarrer Powalla hat für das Miteinander Sorge getragen. Worte, die aus seinem Herzen kamen, gingen uns zu Herzen. Seine Besonnenheit und das Verharren im Gespräch werden uns fehlen." Rund 30 Messdiener wirkten neben mehreren Priestern am Altar. Auch über Nacht blieb die Kirche geöffnet, Gemeindemitglieder sorgten bis zum Laudes am Freitagmorgen für eine ständige Totenwache.

Weit mehr als 500 Besucher nahmen gestern Mittag am Trauergottesdienst teil, den Heiner Koch, Bischof von Dresden/Meißen und bis vor kurzem im hiesigen Erzbistum tätig, gemeinsam mit rund 20 Priestern zelebrierte. Nach den eineinhalbstündigen Exequien setze sich der endlose Trauerzug in Bewegung.

Mit dem ehemaligen Dechanten nahmen die Godesberger von einem überaus beliebten Priester Abschied, der auch für sein Bemühen um die Ökumene geschätzt wurde. "Er nahm Anteil am Leben jedes Einzelnen und schenkte seine besondere Fürsorge den Menschen, die am Anfang oder am Ende ihres Lebens stehen: den Kindern und den Alten. Seine Demut und seine Menschenliebe sind uns Vorbild, sein unermüdlicher priesterlicher Dienst brachte vielen Menschen Segen", so brachte Gemeindeausschuss-Vorsitzende Dorothee Schwüppe dieser Tage in einem Nachruf die Gedanken vieler Godesberger auf den Punkt.