OGS am Domhof

Besuch vom Riesenbaby

Der geduldige Berner Sennenhund „Samson“ spielte mit den Kindern und war sichtlich entspannt. FOTO: SENNEKAMP

Der geduldige Berner Sennenhund „Samson“ spielte mit den Kindern und war sichtlich entspannt. FOTO: SENNEKAMP

Bad Godesberg. Marion Nickel und Berner Sennenhund Samson bringen Grundschülern den richtigen Umgang mit Hunden bei. Am Dienstag war das Duo zu Gast in der OGS am Domhof.

Auf Hunde trifft man hierzulande alle naselang, laut einer Statistik des „Verbands für das deutsche Hundewesen“ leben bundesweit rund fünf Millionen von ihnen in deutschen Haushalten. Doch obwohl unsere pelzigen Begleiter allgegenwärtig sind, wissen viele Menschen nicht, wie man mit den Tieren richtig umgeht. Der ein oder andere hat sogar Angst vor ihnen – vor allem Kinder. Um diese Ängste frühzeitig abzubauen, besuchen Berner Sennenhund Samson und sein Frauchen Marion Nickel Schulen, Kindergärten und Pflegeeinrichtungen.

Schon kurz bevor er zu den Kindern durfte, war Samson die Vorfreude auf das Treffen deutlich anzusehen. Aufgeregt tapste der fast 50 Kilogramm schwere Brocken hin und her. „Samson liebt Kinder“, sagte Marion Nickel. Sobald er sie sieht, möchte er am liebsten sofort auf sie zugaloppieren. Er ist wirklich ein kuscheliges Riesenbaby.“ Dann endlich durfte der sechs Jahre alte Hund zu den zehn Grundschülern. Neugierig beschnupperte er sie und erkundete seine Umgebung. Nach wenigen Minuten war das Eis gebrochen: Samson schmuste und lies sich mit Leckereien füttern. Zusammen probten sie klassische Befehle, wie „Sitz“ oder „Platz“. „Samson ist richtig nett und süß“, fand die kleine Salomé (9).

Dabei erklärte Nickel, was Kinder im Umgang mit Hunden wissen müssen. „Ganz wichtig ist, wie sich Kinder den Hunden nähern,“ so Nickel. „Es gilt, das eigene Temperament zu zügeln und den Hund auf sich zukommen zu lassen.“ Streicheln sei nur erlaubt, wenn es die Hundebesitzer zulassen.

In die Augen gucken sollte man den Tieren ebenfalls nicht zu lange. „Das ist für sie eine Drohgebärde“, sagte die Expertin. „Auf keinen Fall sollte man weglaufen, sondern ganz ruhig bleiben.“ Sonst würde der Hund hinter einem herlaufen und spielen wollen. Auch wenn ein Hund mal nach einem greift oder es aussieht, als wolle er zubeißen, sollte man stillhalten. Für Eltern ist wichtig, dass immer jemand dabei ist, wenn das Kind mit einem Hund in Kontakt ist.

Zudem sollten Eltern darauf achten, dass die Kinder in Anwesenheit von Hunden nicht zu laut sind, da es dem feinen Gehör der Tiere schadet. Und zu guter Letzt: „Ein Hund ist kein Kuscheltier, wenn er nicht mehr möchte, lautstark hechelt und weggeht, müssen die Kinder ihn in Ruhe lassen“, so Marion Nickel.