Milene Weigert in Chengdu

Bad Godesberger Band feiert Erfolg in China

Milene Weigert und Bandmitglieder bei ihrem Auftritt in China: „Wir konnten uns von einer japanischen Band Instrumente leihen.“

Milene Weigert und Bandmitglieder bei ihrem Auftritt in China: „Wir konnten uns von einer japanischen Band Instrumente leihen.“

Bad Godesberg. Auf Vorschlag der Stadt Bonn ist Milene Weigert mit ihrer Band nach Chengdu gereist und hat dort zwei große Konzerte gespielt. Die 21-jährige Sängerin tritt am 26. Oktober im Pantheon auf.

Die Godesberger Sängerin Milene Weigert und ihre Band haben gerade noch die Bonner Harmonie mit ihrer Mischung aus Funk, Soul und Pop aufgemischt. Und zwar mit der ebenfalls aus Godesberg stammenden Sängerin Cynthia Nickschas. Am 26. Oktober spielen Milene und Band im Pantheon im Rahmen der Late Night-Reihe LiveBeetz. „Und kürzlich haben wir unsere musikalische Botschaft sogar nach China gebracht“, erzählt Weigert.

Die inzwischen 21-jährige Studentin, die vor Jahren schon als beste Solokünstlerin beim Songwriter-Wettbewerb „Xpress Yourself“ über die Bühne fegte, war auf Vorschlag des Bonner Kulturamts und seines Rock- und Popbeauftragten Hans-Joachim Over zum International Sister Cities Youth Music Festival 2018 in die Partnerstadt Chengdu eingeladen worden.

„Dort haben wir zwei große Konzerte gespielt. Das war eine sehr spannende Erfahrung“, kommt die Sängerin noch im Rückblick ins Schwärmen. Ihre Band trat in neuer Formation auf: Niklas Scharge an der Gitarre, Malte Viebahn am E-Bass, Sergii Chernenko am Saxophon, Dominic Anglano am Keyboard und Nicolas Hartweg am Schlagzeug.

Eine Reise mit Herausforderungen

Milene zeigt Fotos, die die Jungs und sie vor einer bombastischen Kulisse mit chinesischen Schriftzeichen zeigen. Auf anderen posieren die jungen Künstler aus dem Rheinland lächelnd in traditioneller Kleidung des Landes. Das sei ein besonderes Highlight gewesen, dass sie in den Kostümen auch entsprechend geschminkt wurden, erzählt Milene lachend. „Auch unser Drummer Nicolas hatte Farbe im Gesicht und ein rosafarbenes Gewand an. Das war richtig amüsant.“ Vor der Reise sei sie sehr aufgeregt gewesen. Aber dann auf der riesigen Bühne seien alle relativ entspannt angetreten, und das Lampenfieber habe sich in Grenzen gehalten, erzählt die Sängerin.

Obwohl die Reise schon einige Herausforderungen barg: Auf der Bühne hätten kurz vor dem Auftritt in Chengdu plötzlich der Bass und die Gitarre gefehlt. „Wir konnten uns dann von einer netten japanischen Band Instrumente leihen“, berichtet Milene. Das Publikum habe bei beiden Auftritten total begeistert reagiert.

Kontakte habe man über die Deutsch sprechende Betreuerin geknüpft. Radio-Moderatoren seien zu Interviews auf sie zugekommen. „An den letzten beiden Abenden haben alle Gruppen gemeinsam im Hotel gefeiert, getanzt und Musik gemacht.“ Die Band habe auch traditionelle chinesische Instrumente ausprobiert. Sie hätten köstlichen Tee getrunken und Delikatessen wie Entenzungen und Frosch gekostet. „Ja, das waren bisher unsere ersten Auftritte im Ausland“, bestätigt Milene schließlich. Aber sie hoffe, dass China erst der Anfang war.