Proklamation des Prinzenpaares

Bad Godesberg, wie es singt und klingt

BAD GODESBERG.  "Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie", hat Ludwig van Beethoven einmal gesagt. Die Bad Godesberger Karnevalisten stimmen dem wohl berühmtesten Bonner augenscheinlich zu. Nicht nur, dass die laufende Session unter dem Motto "Singendes und klingendes Godesberg" steht. Bei der Proklamation in der Stadthalle lag am Freitagabend vor allem eins in der Luft: Musik.
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Angekommen: Endlich haben sich Lothar I. und Godesia Miriam den Weg durch die bunte Masse der Narren gebahnt.
												Foto: Axel Vogel

Angekommen: Endlich haben sich Lothar I. und Godesia Miriam den Weg durch die bunte Masse der Narren gebahnt. Foto: Axel Vogel

Denn bevor Prinz Lothar I. und seine Godesia Miriam endlich offiziell die Regentschaft über ihr närrisches Volk antreten durften, schaute die Frau des Komponisten vorbei: "Et Beethovens Kättche", ebenfalls bekannt als Bürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann.

Niemand war vor ihrer spitzen Zunge sicher - weder Ludwig van Beethoven, höchstselbst immerhin als Büste anwesend, noch die Jeckenschar. Ihr Ludwig sei ja ein alter Mann, also sei der Komponist wohl eher etwas für den Kompost, "aber, wenn ich mich hier so umgucke, das Problem habt ihr hier ja auch".

Doch sein Name passe hervorragend zu einem Festspielhaus: "Beethoven - beten und hoffen, dass es einer bezahlt." Dass es eins geben müsse, dieser Meinung sei auch "ihr" Ludwig, der heute bei OB Nimptsch vorstellig werde. Und wo es hin soll, sei ihm auch schon klar. Man könnte wahlweise das Stadthaus oder die City-Terrassen abreißen.

Da ging es um Angela Merkel und Griechenland, die Piratenpartei und die Godesburg. Doch auch die Karnevalisten selbst blieben nicht verschont. Rosemarie Schrottka zum Beispiel, die in diesem Jahr ihr diamantenes Godesia-Jubiläum feiert, wurde kurzerhand zur Jugendfreundin Beethovens geadelt. Und auch Festausschuss-Pressesprecher Peter Strohe musste sich eine Stichelei gefallen lassen.

Et Beethovens Kättche wollte nicht verschweigen, dass das Geheimnis um die neuen Tollitäten in diesem Jahr zu früh gelüftet worden war: "Ja, der Peter. Seit der pensioniert ist, ist der schneller als die Feuerwehr. Schließlich stellte sie noch Prinz "Frauenversteher-aber-nicht-Lothar-Matthäus" Lothar I. und Godesia Miriam vor. "Es sollen AKPisten sein: Apothekerin-Krankenversicherer Prinzenpaar." Die Godesia sei anmutig, karnevalistisch, perfekt, der Prinz aufregend, knackig, propper.

Dann war es so weit: Das designierte Prinzenpaar - begleitet von Hofstaat, Festausschuss und dem "Geleitschutz" der AKP - bahnte sich seinen Weg durch die jubelnde Menge. Nur schrittchenweise ging es vorwärts, überall mussten Hände geschüttelt und Glückwünsche entgegengenommen werden.

An den Flanken der Hallen grüßten zwei Banner der AKP das Paar, das wenige Augenblicke später die Regentschaft über die Godesberger Narrenschar übernehmen sollte. Schließlich aber hatte Festausschusspräsident Christian Hüffel die Majestäten lange genug auf der Bühne erwartet, wo er sie unter großem Hallo in Empfang nahm.

Danach war noch lange kein Ende in Sicht. Die Godesberger Junge, ne Hausmann, Blom un Blömcher, Knacki Deuser, der Botzedreßer und die Kapelle Heinz Rehring heizten dem Publikum mächtig ein. Und am Ende der Proklamation waren sich viele einig: Den Godesbergern steht eine aufregende Session bevor - und das liegt nicht zuletzt an Prinz Lothar I. und Godesia Miriam.

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