Amerikanische Siedlung

Bürger Bund Bonn fordert, Stadtteil unverändert zu lassen

BAD GODESBERG. Der Denkmalschutz der Amerikanischen Siedlung in Plittersdorf soll unverändert erhalten bleiben. Änderungen im bestehenden Baurecht sollen ausgeschlossen, anderweitige Pläne von der Stadtverwaltung abgelehnt werden.

Das fordert der Bürger Bund Bonn (BBB) und möchte per Antrag erreichen, dass die Bonner Kommunalpolitik dies in einem ausdrücklichen Beschluss manifestiert. Ein Antrag liegt für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung vor. "Wir halten es für unverzichtbar, den Denkmalschutz der Siedlung einschließlich der parkartigen Grünflächen auch als zeitgeschichtliches Dokument der Funktion Bonns und Bad Godesberg als Sitz der Bundesregierung unverändert zu erhalten", begründen die BBB-Vertreter Marcel Schmitt und Ingmar Gahm ihren Vorstoß.

Dieser ergebe sich auch aus der Begründung der Eintragung in die Denkmalliste, in der es unter anderem heißt, dass der Denkmalwert der Amerikanischen Wohnsiedlung "in der Bedeutung für die Geschichte der Bundesrepublik und vor allem Bonns zu sehen ist". Wie berichtet, hatten in den vergangenen Wochen Überlegungen der Vebowag für Aufregung gesorgt, in denen die Möglichkeit einer "Nachverdichtung" der Amerikanischen Siedlung ins Auge gefasst wurde. Unbestätigten Meldungen zufolge soll die Vebowag auf den Grünflächen den Bau von fünf Wohnhäusern geprüft haben.

Sowohl Bewohner als auch Parteienvertreter reagierten mit einem Sturm der Entrüstung. Als Kooperationspartner der CDU hat der Bürger Bund Bonn seit der Kommunalwahl realistische Aussichten auf eine Mehrheit für seine Anträge. Ebenfalls steht ein weiterer BBB-Antrag zur Beratung an, mit dem die Fraktion erreichen will, dass die Vebowag vom beabsichtigten Betreiberwechsel für den internationalen Kindergarten Abstand nimmt.