Benefiz-Karnevalssitzung in der Stadthalle

"Bönnsches Hätz" für Bonner Pänz

In der Godesberger Stadthalle: Die "Fidelen Sandhasen" aus Oberlar machen ihrem Namen alle Ehre: Mit viel Freude an der Bewegung und gutem Rhythmusgefühl präsentieren sie ihren Formationstanz. FOTO: HORST MÜLLER

In der Godesberger Stadthalle: Die "Fidelen Sandhasen" aus Oberlar machen ihrem Namen alle Ehre: Mit viel Freude an der Bewegung und gutem Rhythmusgefühl präsentieren sie ihren Formationstanz.

10.01.2016 Bad Godesberg. "Wenn im Rheinland etwas dreimal hintereinander erfolgreich stattfindet, nennen wir es Tradition", meinte Reiner Fritz zur Eröffnung der vierten Benefizveranstaltung "Dat Bönnsche Hätz" am Sonntagmittag in der bunt geschmückten Stadthalle vor knapp 800 jecken Besuchern.

"Wir sind überwältigt von dem Zuspruch zu dieser Veranstaltung zugunsten des Förderkreises für krebskranke Kinder", meinte der Vorsitzende.

Vor drei Jahren hatte er gemeinsam mit Hermann Messinger und Karlheinz Bastian nach dem Vorbild einer ähnlichen Initiative in Köln das Projekt "Bönnsches Hätz" in der Bundesstadt ins Leben gerufen. "Denn was die Kölner können, das können wir Bonner erst recht", dachten sich die drei Beueler Karnevalisten damals.

Bevor die Kölner Funken Artillerie blau weiß 1870 Köln unter riesigem Beifall in die Stadthalle einmarschierte, galt es noch, Dank zu sagen an Hermann Messinger, der sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand des erst vor wenigen Monaten gegründeten Vereins "Bönnsches Hätz" zurückziehen wird. "Wir werden die Veranstaltung weiter erfolgreich halten und pflegen", versprachen seine beiden Mitstreiter vor den rund 800 Gästen.

Alle Künstler und Gruppen absolvierten ihren Auftritt ohne Gage und auch der Pächter der Stadthalle, Thomas Weiermann, verzichtete auf die Saalmiete. "Es hat sich alles toll eingespielt", meinte Reiner Fritz am Rande der Sitzung. Den Verein mussten wir gründen, weil uns diese Veranstaltung einfach zu groß wurde. Durch die Gründung des Vereins und die damit verbundene Gemeinnützigkeit können wir zukünftig auch noch andere Aktivitäten planen."

10.000 für den Förderkreis für krebskranke Kinder

Mit rund 10.000 Euro an Einnahmen zugunsten des Förderkreises durch die Sitzung am Sonntag rechnete Fritz dieses Mal. Das freute natürlich auch Lutz Hennemann, Gründungsmitglied und Vorsitzender des Förderkreises, der am Eingang viele der Besucher persönlich begrüßte. "Das Geld soll in erster Linie dem neuen Familienhaus auf dem Venusberg zugutekommen, das für 2018 avisiert ist", so Hennemann. Seit 1987 betreibt der Förderkreis in der Bonner Südstadt, unweit der Kinderklinik, das sogenannte Elternhaus für Angehörige krebskranker Kinder.

"Das Haus ist Herzstück des Vereins", sagte Gerlind Bode, die stellvertretende Vorsitzende. "Wenn die Uniklinik auf den Venusberg zieht, muss dort ein neues Familienhaus für alle Angehörigen der Patienten gebaut werden, für das es schon einen Standort und recht konkrete Pläne gibt. Auch dafür sparen und sammeln wir."

Dass dieses Ziel Realität wird, dafür sorgten gestern auch Willibert Pauels, der mal wieder als bergischer Jung vorbeischaute, et Klimpermännche Thomas Cüpper, der Bonner Ludwigschor, die Poppelsdorfer Schlossmadämche, die Sandhasen Oberlar, die Jugendtanzgruppe Kölsche Greesberger, das "Verrückte Ehepaar - Beckendorfer Knallköpp", die Drei 1. - Gregor Kress und Frank Wahl sowie Dr. Jens Singer, "Dä Schofför der Kanzlerin".

Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.V. , Joachimstraße 20, 53113 Bonn. Telefon 0228/9 13 94 40, info@foerderkreis-bonn.de, www.foerderkreis-bonn.de. (Michael Wenzel)