Polnische Dörfer

Autor Jan Turovski präsentiert seinen neuen Roman

Jan Turovski schreibt über "Polnische Dörfer".

Jan Turovski schreibt über "Polnische Dörfer".

Bad Godesberg. "Polnische Dörfer ist ein Roman, eine erfundene Geschichte. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen wäre daher rein zufällig", sagt Jan Turovski.

In seinem neuen Werk geht der Godesberger auf rund 200 Seiten auf hochaktuelle Themen wie Einwanderung und Integration ein. Hintergrund bildet die polnische Einwanderung in die Vereinigten Staaten zwischen 1870 und 1914. "Polnische Dörfer" verhandelt dabei Begriffe wie neue Identität, Assimilation, Fremdenfeindlichkeit und Anderssein.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Jan Krzystof Cocowisz, der jetzt J.K. Cox heißt, aus dem polnischen Einwandererviertel Chicagos stammt, in der dritten Generation selbstbewusster Amerikaner ist. Er zieht in das verschlafene Red Oaks im Mittleren Westen aufs Land um.

Dort wählt man die Republikaner und mag keine Fremden. Unbekannte sind dort nicht gern gesehen. Idyllisch ist es dort, aber unter der glatten Oberfläche gärt es, und eines Tages findet Cox eine Frauenleiche im Fluss. Schon bald wird es Anfeindungen und gar Terror gegen Einwanderer geben.

Seit seinem Romandebüt "Die Sonntage des Herrn Kopanski" 1988 hat Turovski 14 Romane, diverse Novellen, Erzählungen und rund 140 Kurzgeschichten neben seiner Lyrik geschrieben. (wem)

Polnische Dörfer, kartoniert, 220 Seiten, ISBN 978-3-936625-80-6, Andiamo Verlag, 13,90 Euro