Godesberger Straßentunnel

Autofahrer übersehen Umleitung in die Godesberger City

Einige hundert Meter vor dem Straßentunnel weisen Schilder auf die Umleitung in die Godesberger Innenstadt hin.

Einige hundert Meter vor dem Straßentunnel weisen Schilder auf die Umleitung in die Godesberger Innenstadt hin.

Bad Godesberg. Wegen Bauarbeiten wird bis Mai 2019 der Verkehr nur einspurig durch den Godesberger Straßentunnel geführt. Viele Autofahrer übersehen allerdings die von der Stadt ausgeschilderten Umleitungen. Die Stadt will das überprüfen.

Die neue Verkehrsführung rund um den Bad Godesberger Straßentunnel sorgt teilweise für Verwirrung – obwohl alles richtig ausgeschildert ist. Zudem macht sich mancher Sorgen um die Luft in der einzigen offenen Röhre.

Einige Autofahrer auf der B 9 aus Richtung Bonn bemerken zu spät, dass sie für die Fahrt in die Godesberger City schon an der Hochkreuzallee nach rechts zur Godesberger Straße abbiegen sollen. Dabei weisen zwei Schilder darauf hin. Sie hängen allerdings mit mehreren anderen Wegweisern an einem Mast und sind bei Höchsttempo 70 wohl nur schwer zu erfassen. Auch wird die Gewohnheit eine Rolle spielen, dass nicht jeder auf die Umleitung achtet.

„Wir werden die Erkennbarkeit des Schilds prüfen und bei Bedarf optimieren“, sagt Tiefbauamtsleiter Peter Esch. Das gelte auch für die Ampelschaltung des Linksabbiegers von der Bonner in die Moltkestraße, wo immer nur wenige Fahrzeuge durchkommen und es sich deshalb momentan oft staut. Laut Esch müsse man aber vorsichtig sein, denn mehr Grün für Linksabbieger bedeute länger Rot für alle Autos, die von der Burgstraße kommen.

GA-Leser Marcel Weinand hat den Eindruck, dass mit der neuen Streckenführung in der bergseitigen Röhre die Abgasbelastung gestiegen sei. Esch sagt, dass dies tatsächlich der Fall sein könnte. Allerdings „werden Sichttrübung und Kohlenmonoxidbelastung ständig gemessen“. Kritische Werte würden nicht erreicht. Morgens würde außerdem extra gelüftet.

Der Grund für schlechtere Luft liegt im Gegenverkehr: Wenn früher die Autos nur in eine Richtung unterwegs waren, wirkte ihre Fahrbewegung wie ein Kolben. Sie setzen also die Luft in eine Richtung in Bewegung, so dass durch die Einfahrt ständig frische nachfließt. „Diese Kolbenwirkung entfällt bei Betrieb im Gegenverkehr“, sagt Esch. Zudem seien die Autos nun beim Tempolimit 30 länger im Tunnel als früher, was auch zu riechen sei.