Ehemalige des Heinrich-Hertz-Gymnasiums treffen sich

Aus Rio zum Klassentreffen nach Godesberg

Zum Treffen der ehemaligen Heinrich-Hertz-Gymnasiasten kamen auch der frühere Schulleiter Werner Trutwin (vorne 3.v.l.).

BAD GODESBERG. "Ich war überrascht über die gute Resonanz", freute sich Roland Herrmann. Der ehemalige Schüler des Godesberger Heinrich-Hertz-Gymnasiums (heute Nicolaus-Cusanus-Gymnasium) hatte gemeinsam mit seinem früheren Klassenkameraden Martin Müller das Klassentreffen eines Teils der einstigen Oberprima (OIc) des städtischen Gymnasiums auf die Beine gestellt.

Die weiteste Anreise zum Wiedersehen am Freitagabend auf der Godesburg hatte dabei Klassenkamerad Martin Müller, der geradewegs aus Rio de Janeiro an den Rhein angereist war.

Immerhin gab es ja auch 40 Jahre nach dem Abitur einiges zu erinnern - und einiges zu klönen. Insgesamt gaben sich zwölf ehemalige Schüler, von einst 17 Klassenkameraden, die Ehre in der Weinstube auf der Godesburg. Mit dabei waren auch fünf ehemalige Lehrer, unter ihnen auch der frühere Schulleiter Werner Trutwin. "Ich habe selten so eine nette Einladung zu einem Klassentreffen erhalten", lobte er seine ehemaligen Schüler und berichtete über die handgeschriebene Einladung an ihn.

Trutwin leitete das Gymnasium 20 Jahre lang von 1972-1992. Der Pädagoge hat sich auch als Herausgeber und Autor mehrerer Unterrichtswerke und Lehrbücher für den katholischen Religionsunterricht einen Namen gemacht. Seit Jahrzehnten ist er im Christlich-Jüdischen Gespräch aktiv. Für seine Verdienste auf beiden Gebieten wurde ihm 2009 die Ehrendoktorwürde der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn verliehen. Neben katholischer Religionslehre unterrichtete er noch Latein und Philosophie. "Unser ehemaliger Schulleiter kommt geradewegs vom Schreibtisch zu unserem Treffen", berichtete Roland Herrmann, "denn er arbeitet wieder an einer Publikation."