Verkehr in Schweinheim

Anwohner ärgern sich über Falschparker in Schweinheim

Die neue Vorsitzende des Ortsausschusses Schweinheim Tania Dowidat (r.) hört sich an, was die Bürger zum Thema Verkehr im Ort zu sagen haben.

Die neue Vorsitzende des Ortsausschusses Schweinheim Tania Dowidat (r.) hört sich an, was die Bürger zum Thema Verkehr im Ort zu sagen haben.

Schweinheim. Der Ortsausschuss Schweinheim lässt vor der Jahreshauptversammlung die Bürger zu Wort kommen. Die beschäftigt vor allem zwei Themen: Falschparker und zu hohes Verkehrsaufkommen.

Vor allem zwei Themen beschäftigen die Schweinheimer: Falschparker und zu hohes Verkehrsaufkommen sind ganz offensichtlich ein dauerhaftes Ärgernis, wie sich gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung des Ortsausschusses am Freitag in der Sebastianusklause zeigte. Und noch etwas ergab die Aussprache mit den Bürgern: Eine einfache Lösung gibt es nicht.

Den Grund für beide Probleme sehen die Schweinheimer in den Neubaumaßnahmen an den Kliniken auf dem Berg. „Da wurde über die Köpfe der Leute hinweg entschieden“, sagte die neue Vorsitzende, Tania Dowidat. Entsprechend mehr Lieferverkehr bewege sich nun die Waldburgstraße hinauf und hinab, und das oftmals mit überhöhter Geschwindigkeit, kritisierten einige der rund 30 anwesenden Ortsausschussmitglieder.

Gefährliche Situationen durch schnelle Fahrt

Das führe an einigen Stellen zu gefährlichen Situationen. Dem Wunsch nach einer generellen Tempo-30-Regelung in dem Stadtteil könne die Verwaltung nicht nachkommen, weil das auch mit dem grundsätzlichen Gebot Rechts vor Links einhergehe, was aber auf einigen Straßen nicht möglich sei, erklärte Christian Schäfer von der Bezirksverwaltungsstelle auf der Versammlung. Auch Blitzer könne man nicht einfach überall aufstellen, sondern nur an Unfallschwerpunkten.

Beklagt wurde von Bürgern überdies, dass Besucher und Angestellte der Kliniken sich die Parkgebühr auf dem Gelände sparen und im Ort parken würden. Falsches Parkverhalten gebe es auch vor dem Waldkindergarten, sagte eine Bürgerin. Andere Anwesende berichteten von Falschparkern vor ihren Haustüren und an Straßenkreuzungen. Straßenmarkierungen, so die einhellige Meinung, würden da nichts nützen, die Stadt müsse viel mehr kontrollieren. „Hier liegt das Geld auf der Straße“, sagte jemand.

Weitere Themen bei der Versammlung waren der Leerstand der Russischen Residenz und Grünpflege und Neupflanzungen für gefällte Bäume. Der Ortsausschuss sei auf der Suche nach einem Veranstaltungsraum in Schweinheim für die Vereine, sagte Dowidat, die auch ihren Vorstand vorstellte: Zweiter Vorsitzender ist Paul Auel, Schriftführer Endrik Wiese, Klaus Simon, der fast 25 Jahre lang den Ortsausschuss geleitet hatte, ist jetzt Kassierer. Beisitzer sind Thomas Fritzen, Ernst Zschäbitz und Karl Heinrichs, Wirt der Sebastianusklause .