Traditionslokal

Aennchen in Godesberg öffnet erst nach Karneval

Nach der Renovierung des Aennchen-Neubaus aus den 1970er Jahren soll der Schriftzug erhalten bleiben. Visualisierung: Gregor Cramer

Die geplante Eröffnung des Traditionslokals Aennchen verschiebt sich ein weiteres Mal.

Bad Godesberg. Die geplante Eröffnung des Traditionslokals Aennchen verschiebt sich ein weiteres Mal. Der Grund sind längere Liefertermine für Sonderanfertigungen.

Das teilt Malermeister Gregor Cramer mit, der federführend mit dem Umbau beauftragt wurde. Die Eröffnung ist nun für die Zeit nach Karneval geplant. Da habe es auch nichts geholfen, dass alle Beteiligten mit Hochdruck an der Renovierung der Gaststätte gearbeitet haben: „Doch wie das eben ist, beginnt man erst einmal mit Umbaumaßnahmen im Bestand, kann es zu unvorhergesehenen Überraschungen kommen“, so Cramer. „Da es sich bei dem Traditionslokal um ein altes Gebäude handelt, auch wenn es am Standort selber erst etwas mehr als 40 Jahre steht, ist die Substanz eben doch älter.“ Genau das sorge dafür, dass mehr zu tun sei, als man ursprünglich angenommen habe.

So seien in einigen Fällen Maßanfertigungen erforderlich, da Standardlösungen schlichtweg nicht passen. Um die zu bestellen, mussten aber erst die Vorarbeiten erledigt sein. Zum Jahresende müsse man sich dann auch auf lange Lieferzeiten einstellen. So ruhen derzeit die Bauarbeiten.

Cramer und Innenarchitektin Afrodite Thisiadis kümmern sich für den Eigentümer Khaled Hamed um die Modernisierung der Gaststätte, die künftig „à la Aennchen“ heißen und dann italienisch-internationale Küche bieten soll. Im Innern soll es künftig heller werden als früher. Theke und Küche bekommen eine Generalüberholung.

Das heutige Aennchen ist ein Nachbau aus den 1970er Jahren, die historische Gaststätte wurde bei der sogenannten „Altstadtsanierung“ 1971 abgerissen. Alles geht zurück auf die Wirtin Aennchen Schumacher (1860-1935).