Verein Kunst und Kultur Bad Godesberg überzeugt mit seiner Idee die Jubiläumsgesellschaft

20 000 Euro fürs Kurfürstliche Beethovenfest

Über die Förderzusage freuen sich Anne Gronski (von links), Jürgen Nimptsch und Sabine Köhne-Kayser.

Über die Förderzusage freuen sich Anne Gronski (von links), Jürgen Nimptsch und Sabine Köhne-Kayser.

BAD GODESBERG. Die freudige Nachricht erreichte Sabine Köhne-Kayser und Anne Gronski vom Verein KuKuG (Kunst und Kultur Bad Godesberg) am Montag.

Ihre Idee, im August 2020 ein Kurfürstliches Beethovenfest in Bad Godesberg zu veranstalten, hat die Beethoven Jubiläumsgesellschaft überzeugt. Nicht nur, dass sie nun bei BTHVN 2020 dabei sind, darüber hinaus fließen 20.000 Euro Fördergelder in Richtung Badestadt.

Vom 28. bis zum 30. August sollen die Besucher vor der Kurfürstlichen Zeile und im Redoutenpark auf eine Zeitreise gehen: Den Rahmen bildet ein historischer Markt - zeitgenössischer Tanz, Musik, Theater und Lustspiel inklusive.

Am letzten Abend soll es ein Galakonzert in der Stadthalle geben, das von der Johannes-Wasmuth-Gesellschaft organisiert wird. Außerdem sind Schauspieler in Kostümen unterwegs, Ex-Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, der das Projekt als Schirmherr unterstützt, überlegt zum Beispiel, als Beethovens Lehrer Christian Gottlob Neefe dabei zu sein.

Die Idee zu dem Fest entstand bereits vor gut anderthalb Jahren, berichtet Gronski. Zu jeder Gelegenheit habe man sich Gedanken macht, "zum Beispiel beim Spaziergang mit dem Hund", ergänzt Köhne-Kayser mit einem Augenzwinkern.

Dann habe man überlegt, was Bad Godesberg alles zu bieten hat: die Musikschule, das Kleine Theater, die Zeile, viele Vereine und Verbände. "Diese wollen wir zusammenbringen. Es soll ein Fest von Bad Godesbergern für Bad Godesberg werden", umreißt Köhne-Kayser den Grundgedanken.

Wo alles stattfinden sollte, stand schnell fest: an einem Originalschauplatz. "Den haben wir hier, da bietet es sich an, ihn im Beethovenjahr zu nutzen", so Gronski. Doch wie ist die Verbindung zu Bonns berühmtem Komponisten?

Die Kurfürstliche Zeile wurde ab 1790 von Beethovens erstem Förderer, Kurfürst Max Franz, in Auftrag gegeben, heißt es in dem Festkonzept. Frank Ries, Geigenlehrer des Musikers, wohnte in dem Ensemble, das Redoute, Logierhäuser, Hof- und Kammertheater umfasst.

Beethoven spielte dort mehrfach bei Veranstaltungen. Außerdem trat er vor dem Komponisten Joseph Haydn auf - was dazu führte, dass Beethoven nach Wien ging.

Doch nicht nur die Kurfürstliche Zeile und die Redoute sollen eingebunden werden. Auch das Kleine Theater und das Carillon sind laut Köhne-Kayser mit dabei.

Wichtig ist vor allem eins: der lokale Charakter. So sollen unter anderem Handwerker und Gastronomen, Orchester und Schulen aus Bad Godesberg mitwirken. Die Vorstellung geht auf.

Schon jetzt sind viele lokale Akteure mit im Boot. Die Musikschüler treten auf, Sportvereine präsentieren Kinderspiele aus Beethovens Zeit, die Tanzschule Koltermann klassische Tänze. Auch das Essensangebot soll sich an der Vergangenheit orientieren.

So könnten Nudeln mit Käse angeboten, "eine von Beethovens Lieblingsspeisen", sagt Gronski. Außerdem stehen Gespräche an, so zum Beispiel mit Kirchengemeinden oder dem Generationennetzwerk.

Einige Unterstützer stehen bereits fest, darunter der Kunst!Rasen, der Brühler Verein für Kultur, Geschichte und Brauchtum, das Kantatenorchester, das Päda, Stadtmarketing, die Redoute, die Stadt - und natürlich Schirmherr Jürgen Nimptsch.

Dennoch braucht es noch ein wenig finanzielle und aktive Unterstützung. Denn das Fest wird einen sechsstelligen Betrag kosten, schätzt Köhne-Kayser.

Wer mitmachen möchte, erreicht das Team per Mail an info@kukug.de. Weitere Infos unter www.kukug.de