100 000 Euro für die Michaelskapelle

Station in der Michaelskapelle: Die Teilnehmer eines Denkmal-Spaziergangs bestaunen die Stuckarbeiten und Fresken.

BAD GODESBERG. Das Geld vom Bund soll in die notwendige Renovierung fließen. Förderverein dankt Ulrich Kelber

Bis zu 100 000 Euro an Bundesmitteln stehen bereit, um die Michaelskapelle in Bad Godesberg zu restaurieren. Dies hat Kulturstaatsminister Bernd Neumann Bonns Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD) mitgeteilt. Auf Anregung von Dechant Wolfgang Picken und dem ersten Vorsitzenden des Fördervereins Michaelskapelle zu Bad Godesberg, Hartmut Schiedermair, hatte Kelber die Aufnahme des architektonischen Kleinods in das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes beantragt.

"Die Förderung des Bundes hilft nicht nur, ein außergewöhnliches Kulturdenkmal zu erhalten: Godesburg und Michaelskapelle sind das Wahrzeichen Godesbergs. Sie berührt auch die Seele der Godesberger, denn die Kapelle ist bis heute ein herausragender Ort, an dem Menschen seelisch zur Ruhe kommen und sich Gott nahe fühlen.", sagt Picken.

Der Förderverein Michaelskapelle ist laut Schiedermair nicht nur Kulturstaatsminister Neumann, sondern in gleicher Weise auch Kelber äußerst dankbar für die "großartige Hilfe, die zum Erfolg des Förderantrags geführt hat und damit entscheidend dazu beiträgt, mit der Michaelskapelle an der Godesburg ein einzigartiges Kulturdenkmal vor seinem Verfall zu bewahren". Damit werde der Bevölkerung nicht nur der Stadt Bonn, sondern auch im gesamten Rheinland und seiner Kultur ein denkwürdiger Dienst erwiesen.

"Ich freue mich sehr, dass der Antrag erfolgreich war und die Schönheit der Michaelskapelle auch in Zukunft erhalten bleibt. Die barocken Fresken sind einmalig im Rheinland. Der Bund würdigt die herausragende Bedeutung der Kapelle für die deutsche Architekturgeschichte. So wird auch der Weg frei, um weitere Fördermittel zu beantragen.", sagt Kelber und freut sich.

Das Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann, verwaltet. "Aus seinen Mitteln werden Renovierungen von Denkmälern gefördert, die eine herausragende Bedeutung für die Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland haben. Die Antragsstellung erfolgt durch die örtlichen Bundestagsabgeordneten", teilt Kelber mit.

Die Michaelskapelle liegt an der Flanke der Godesburg und ist das einzige Zeugnis der kurkölnischen Baukunst des 17. Jahrhunderts. Sie wurde später zum Oratorium des Michaelsordens ausgebaut und mit prunkvollen Stuckarbeiten und Fresken verziert. In ihrem aktuellen Bestand sind die Kunstwerke durch den Witterungseinfluss bedroht. Eine Renovierung ist nach Meinung von Experten dringend notwendig.