Kommentar zum Panoramabad Rüngsdorf Ärgerliches Hin und Her

Das Freibad in Rüngsdorf: Auch hier fehlt Personal.

BAD GODESBERG. Das Nichtschwimmerbecken im Panoramabad Rüngsdorf ist erst ab 11 Uhr geöffnet. Bei der Stadt heißt es, das gehe wegen Personalmangels nicht anders. Besucher ärgern sich darüber.

Der Personalengpass in den städtischen Freibädern ist an diesen heißen Tagen besonders ärgerlich. Wer in den Ferien früh mit Kindern schwimmen gehen will, steht vor gesperrten Nichtschwimmerbecken. Immerhin hat die Stadt inzwischen ihren Onlineauftritt aktualisiert, sodass man sich informieren kann, dass bis 11 Uhr nur die Sportbecken in Betrieb sind. Da beanspruchen – es sagt der Name – die sportlichen Schwimmer freie Bahn. Wer trotzdem mit Kindern im Sportbecken planscht, riskiert zumindest böse Blicke.

Vor kurzen habe ich einen Artikel über das Freibad als „demokatischstes aller Bauwerke“ gelesen. Doch die Zeiten, wo am Beckenrand alle gleich sind, sind vorbei, und das nicht nur in Bonn, sondern auch in den Freibädern im Umland. Frühschwimmen nur für Mitglieder, „Happy Hour“ nur mit Zehnerkarte, Nichtschwimmer erst ab 11 Uhr – nur die witterungsbedingten Einschränkungen (unter 20 Grad geschlossen) halten sich dieses Jahr in Grenzen.

Die Stadt selbst gibt im Internet Tipps zum Umgang mit der Sommerhitze und rät, „körperliche Aktivitäten im Freien möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden zu legen“. Für Kinder im Freibad gilt das offenbar nicht. Wer erst um 11 Uhr ins Becken steigen kann, kommt bei seinem Besuch schnell mit der Mittagshitze in Kontakt, von der starken Sonneneinstrahlung, die auch die Badenden trifft, ganz zu schweigen.

Ich wünsche mir die Zeiten zurück, wo das Freibad von morgens bis abends einfach für alle auf war, ohne wechselnde Zeiten und gesperrte Becken. Die größte anzunehmende Krise im Freibad meiner Kindheit war, dass am Kiosk „Dolomiti“ oder „Düsenjäger“ ausverkauft waren. Aber dann konnten wir uns ja jederzeit im Nichtschwimmerbecken abkühlen.

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