Nichtschwimmerbecken erst ab 11 Uhr freigegeben

Ärger über fehlende Informationen im Panoramabad Rüngsdorf

Das Freibad in Rüngsdorf: Auch hier fehlt Personal.

Das Freibad in Rüngsdorf: Auch hier fehlt Personal.

Rüngsdorf. Das Becken für jene, die nicht schwimmen können, wird im Panoramabad Rüngsdorf erst ab 11 Uhr freigegeben. Vorher können die Bademeister die Aufsicht dort nicht garantieren. Besucher ärgern sich über fehlende Informationen.

Kaum war Beate Göttner am Montag um 10 Uhr mit Mann und Enkel im Panoramabad Rüngsdorf angekommen, wurde sie gebeten, das Nichtschwimmerbecken wieder zu verlassen. Keine Aufsicht, zu wenig Personal – so habe die Begründung der Bademeister gelautet, die offenbar anderweitig beschäftigt gewesen seien. „Ich hatte extra vorher im Internet nachgeschaut“, ärgert sich die Mehlemerin. Der Hinweis, dass bis 11 Uhr nur das Sportbecken geöffnet sei, habe gefehlt.

Immer wieder seien Kinder ins Becken gestiegen, berichtet Göttner: „Ich bin drei Mal zu den Bademeistern gegangen, um Bescheid zu sagen, dass wieder Kinder im Wasser waren. Entweder sie sperren das Becken ab, oder sie stellen eine Aufsicht.“ Nach einigem Hin und Her sei das Nichtschwimmerbecken am Montag bereits um 10.30 Uhr wieder frei gegeben worden. „Ich kann mich doch mit einem Zehnjährigen nicht ins Planschbecken setzen“, sagte Göttner. Im Sportbecken wollten aber die Erwachsenen ihre Bahnen ziehen. „Das nächste Mal fahren wir nach Remagen. Das ist auch nicht weiter, und wir haben mehr Vergnügen“, so die Mehlemerin.

Die Stadt Bonn hat am Dienstag auf ihrer Internetseite fürs Freibad Rüngsdorf, Melbbad und Römerbad hinterlegt, dass von 6.30 bis 11 Uhr nur das Schwimmerbecken geöffnet ist. „Es war ursprünglich geplant, pro Bad bis 10 Uhr nur ein Becken zu öffnen, da die Stadt mit den Personalkapazitäten haushalten muss“, berichtete Markus Schmitz vom Presseamt. Der Jahrhundertsommer und die Tatsache, dass es nicht so leicht sei, ausreichend Aushilfen zu bekommen, fordere aber besondere Maßnahmen.

„Deshalb wurde die Regelung, dass bis 10 Uhr nur ein Becken geöffnet wird, auf maximal 11 Uhr ausgedehnt, damit ausreichend Personal in der besucherstarken Zeit zur Verfügung steht“, so Schmitz. Die überwiegende Zahl der Rettungsschwimmer arbeite „von 11 Uhr bis zum Schluss“ in einer Schicht. Diese Regelung sei schon am Anfang der Saison getroffen worden, um sicherzustellen, dass alle Bäder täglich zu den geplanten Öffnungszeiten geöffnet werden könnten.