"Willy Brandt Villa" auf dem Venusberg verkauft

Umbau zu Reihenhäusern

Bonn. (jad) Die geschichtsträchtige "Willy Brandt Villa" auf dem Bonner Venusberg ist vom Bund verkauft worden und wird umgebaut. Eine Immobiliengesellschaft erwarb das parkähnliche Anwesen nach Informationen aus dem Unternehmen für rund 1,3 Millionen Euro.

Auf dem rund 11 000 Quadratmeter großen Areal sollen sieben Stadthäuser errichtet werden, wie die Gesellschaft in Bonn erklärte.

Willy Brandt (SPD) hatte die Villa als Außenminister und Bundeskanzler mit seiner Familie von 1967 bis 1974 bewohnt, als er über die Guillaume-Affäre stürzte. Auch der später als DDR-Spion enttarnte Günter Guillaume ging in der Villa ein und aus.

Zuletzt hatte sich nach seinem Wahlsieg 1998 Kanzler Gerhard Schröder (SPD) noch etwa für vier Wochen vor dem Umzug nach Berlin in dem Haus auf dem Venusberg einquartiert - wie auch Frank-Walter Steinmeier (SPD), der damals neuer Staatssekretär im Bundeskanzleramt geworden war.

Die unter Denkmalschutz stehende Villa diente nach der Brandt-Ära noch als Gästehaus des Auswärtigen Amts und stand seit den Schröder- Tagen leer. Sie soll nun vollständig saniert werden und mit Millionenaufwand so umgebaut werden, dass daraus exklusive Reihenhäuser entstehen.