Globaler Treuhandfonds für Nutzpflanzenvielfalt

UN-Organisation kommt nach Bonn

BONN.  Der Globale Treuhandfonds für Nutzpflanzenvielfalt (GTN) wird seine Aufgaben künftig von Deutschland aus wahrnehmen. Anfang Januar nimmt die internationale Organisation ihre Arbeit am neuen Dienstsitz auf - im ehemaligen Bundestag in Bonn.

Der GTN  trägt von dort zum dauerhaften Erhalt von Saat- und Pflanzgut einer möglichst großen Vielfalt alter Nutzpflanzensorten bei. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner begrüßte den Umzug von Rom an den dauerhaften Standort nach Deutschland: "Der Treuhandfonds stärkt den UN-Standort Bonn mit dem Schwerpunkt nachhaltige Entwicklung. Außerdem leistet er einen wichtigen Beitrag zum Erhalt möglichst vieler alter und seltener Sorten, indem er genetische Muster aufbewahrt und schützt."

Das Material wird in Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt und in einem zentralen Sicherheitslager im ewigen Eis von Spitzbergen aufbewahrt. Dort lagern zurzeit etwa 760.000 Muster aus aller Welt.

Der GTN wurde 2004 als international unabhängige, mit den Vereinten Nationen verbundene Organisation nach internationalem Recht gegründet. Bei seiner Arbeit verfolgt er international vereinbarte, wissenschaftlich fundierte Strategien zur Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen.

Diese Strategien werden zwischen den Mitgliedsländern und Geberländern sowie insbesondere mit dem Internationalen Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft und der FAO-Kommission für genetische Ressourcen abgestimmt. Der Fonds hat sich das Ziel gesetzt, 400 Millionen US-Dollar als Stiftungskapital zu sammeln.

Weitere Informationen unter www.croptrust.org

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