Trockenen Fußes über den Engelbach

Die Lösung des General-Anzeiger-Bilderrätsels: Die gesuchte Brücke steht im Melbtal.

Bonn.

Am Ende wurde sie nach einem Tipp ihres Sohnes doch noch fündig: im Melbtal. Die große Melbtalbrücke aus Backstein wurde 1845 von privater Hand erbaut, gibt eine Tafel an der Brücke Auskunft, zeitgleich mit dem Gut Melb. Im Herrenhaus hat heute das Institut für landwirtschaftliche Zoologie und Bienenkunde der Universität Bonn ihren Sitz.

Das Melbtal präsentiert sich heute als kleiner Urwald mitten in Bonn. Um zu verstehen, warum hier eine repräsentative Brücke errichtet wurde, muss man eine Zeitreise antreten. Im späten 18. Jahrhundert ließ Kurfürst Maximilian Franz das früher mit Mühlen besetzte Tal zu einem Landschaftspark im englischen Stil umgestalten. Rasen wurde ausgesät, hier und da stand ein einzelner Baum. Im 19. Jahrhundert lustwandelten die Besucher auf schmalen Pfaden.

Die Brücke konnte seit 1866 "mit Equipagen öffentlich befahren werden, den Nachtigallenweg kreuzend bis hoch zur Casselsruhe auf dem Venusberg". Das Ziel der Kutschen war die erste Gaststätte Casselsruhe, 1862 als einfaches Fachwerkhaus für Wanderer und Naturfreunde erbaut. Ihren Namen verdankt sie, ebenso wie die späteren Bauten, dem Lieblingsplatz von Johann Heinrich Cassel, der von 1833 bis 1863 Bürgermeister von Poppelsdorf war.

Genug der Historie. Die Glücksfee holt uns ins Hier und Jetzt zurück, und da müssen noch Preise vergeben werden. Ein Bilderrahmen gewinnt Annika Thiel, das Buch "Rheinische Welt" bekommt Karl Simon, Peter Kretzer kann sich über den Rheinsteig-Wanderführer freuen. Ruhiges Wochenende, schauen Sie mal im Melbtal vorbei, und bis zur nächsten Rätselrunde am Montag.