T-Home eröffnet neue Servicezentrale an Friedrich-Ebert-Allee

Neubau ist Bekenntnis zum Standort Bonn - Oberbürgermeisterin lobt städtebaulichen Akzent - Architektur fördert Teamarbeit

Bonn. Klar, einfach und zurückhaltend - am Mittwoch bei der Eröffnung der neuen T-Home Servicezentrale mussten die Redner nicht lange nach Worten suchen, um den Neubau des Kölner Büros van den Valentyn Architekten an der Friedrich-Ebert-Allee zu beschreiben.

"Es ist eine Architektur, die dem Servicegedanken Rechnung trägt", sagte Timotheus Höttges, Vorstand T-Home, Sales & Service der Deutschen Telekom. Bisher hatten die Beschäftigten der Festnetzsparte in Bonn kein Zuhause. Sie waren auf sieben Standorte im Stadtgebiet verteilt.

Rund 1 000 T-Home-Mitarbeiter sind bereits in die vier Neubauten eingezogen, weitere 500 folgen noch. "Es gibt keine Einzelbüros mehr. Das schafft Transparenz und mehr direkten Austausch", sagte Höttges. Da gebe es auch für die Manager keine Ausnahme, die auf ihrer offenen Etage ebenfalls auf Statussymbole verzichten müssten.

"Der Umbruch geht weiter. Dies hier ist wieder ein Stück neue Telekom", sagte Höttges. Er dankte Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann für deren Unterstützung, die auf Dauer den Wirtschafts- und Innovationsstandort Bonn sichere. Die Telekom wolle ihren Teil dazu beitragen, sagte Höttges. Dafür stehe nicht nur der neue Telekom Dome der Baskets. "Das Beethoven-Festspielhaus bekommen wir auch noch hin", so der Telekom-Vorstand.

Für Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann symbolisiert die neue T-Home Zentrale erfolgreichen Strukturwandel nach dem Regierungsumzug. Auf dem Areal standen früher unter anderem das CDU-Hochhaus, die britische Botschaft und die Bundeszentrale des Deutschen Roten Kreuzes.

Es sei zudem etwas Besonderes, dass das Standortbekenntnis des Unternehmens Telekom zugleich einen städtebaulichen Akzent setze. Dieckmann dankte Architekt Thomas van den Valentyn, der in Bonn bereits mehrere "Juwele" geschaffen habe, etwa die Stadthaus-Loggia und den Kammermusiksaal am Beethoven-Haus.

Der Architekt muss sich und seine Gebäude nicht erklären. Er sei "sehr, sehr glücklich", sagte Thomas van den Valentyn, unter anderem mit dem "prominenten Standort" an der Magistrale zwischen Bonn und Bad Godesberg, die schon Teil eines antiken Handelsweges gewesen sei. Die Eröffnung seiner Neubauten nutzte der Architekt für einige grundsätzliche Bemerkungen zur Architektur. "Das Schöne gehört jedem, der es empfinden kann", zitierte er Heinrich von Kleist.

Die zeitgenössische Architektur befinde sich da in einem Widerspruch: Auf der einen Seite sei sie noch nie so präsent, spektakulär und medial erfolgreich gewesen. Auf der anderen Seite produziere sie im Alltag eine "schäbige Formlosigkeit" und Häuser, die "immer dümmer und hässlicher aussehen".

Es müsse um echte Baukunst gehen, nicht um Selbstverwirklichung des Architekten. "Wir bauen nicht für die Zukunft, sondern damit uns eine Vergangenheit bleibt", sagte van den Valentyn. Bei einem Rundgang durch die Gebäude, die durch geschwungene Glasgänge verbunden sind, konnten sich die Besucher am Mittwoch bei der Eröffnung selbst ein Bild machen.

In den Neubau der Telekom ist auch die Postbank mit einem Finanzcenter eingezogen. "Ich denke, dass wir für die hier arbeitenden und lebenden Menschen einen idealen Standort für unsere Dienstleistungen gefunden haben", sagte Hans Peter Schmid, Mitglied des Vorstands der deutschen Post AG.

Im Finanzcenter können die Kunden nicht nur ihre Bankgeschäfte erledigen, sondern auch mal eine Briefmarke kaufen.

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