Erzbischof Rainer Maria Woelki

"Ständige Vertretung" ist "Notfallambulanz für Rheinländer"

Erzbischof von Berlin, Rainer Maria Kardinal Woelki.

18.10.2012 bonn/Berlin. Sie ist eine Institution der deutschen Hauptstadt: Die Gaststätte "Ständige Vertretung" ("StäV") gehört seit 15 Jahren zur "Berliner Republik". Als Ort für Politikergeklüngel und Treffpunkt für Exil-Rheinländer hat die von den Bonner Gastwirten Friedel Drautzburg und Harald Grunert gegründete "StäV" mittlerweile Kultstatus.

Eine "Notfallambulanz für Rheinländer" nannte der aus Köln zugereiste Berliner Kardinal, Erzbischof Rainer Maria Woelki, am Donnerstag zum Geburtstag das Lokal am Schiffbauerdamm. Gefeiert wurde allerdings in der Kulturbrauerei im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. "Der Dom steht in Köln und ich kann ihn definitiv nicht mitnehmen", hieß es in Woelkis Gratulationsrede.

Und auch gegen Heimweh immunisierten ihn weder Bischofsweihe noch Kardinalsbirett. Er habe aber gelernt, dass er in der "StäV" nicht nur gepflegt Kölsch trinken, sondern auch das rheinländische Nationalgericht "Himmel un Äd" (Blutwurst, Apfelmus und Kartoffeln) genießen könne.

Die "StäV" hat mittlerweile Schwesterlokale in Bremen, Hamburg, Hannover und Köln. Auch auf dem neuen Berliner Flughafen ist eine Niederlassung geplant. Der Name geht auf die Ständige Vertretung der DDR in Bonn und der Bundesrepublik in Ost-Berlin zurück. (dpa)