Botanischen Gärten der Universität Bonn

Rodung am Melbweiher hat begonnen

Eine ganze Reihe von Bäumen am Ufer des Weihers sind bereits gefällt. Sie sollen alle ersetzt werden.

POPPELSDORF. Ausgerechnet die Botanischen Gärten der Universität Bonn haben jetzt mit der Abholzung von mehreren Bäumen begonnen. "Viele der Bäume oder Gehölze sind instabil, stehen schräg oder sind irreparabel geschädigt", begründet Professor Maximilian Weigend die Rodungsaktion, die vorwiegend entlang des Venusbergwegs läuft.

Oder aber die Bäume stehen so weit in den Weiher hinein, dass eine vernünftige Ufersicherung ohne deren Entfernung nicht möglich wäre. Nach seinen Worten sind die Fällgenehmigungen für zwölf Bäume von der Stadt erteilt worden.

Die Arbeiten hängen mit der Neugestaltung des Weihers zusammen, der nach dem Ablassen des Wassers inzwischen völlig ausgetrocknet ist. In der nächsten Woche werden die Stützmauern neu verfugt und ein neues Geländer installiert. Außerdem erhält der Weiher eine Uferverbauung durch Gewebesäcke, die Bruchsteine enthalten.

Wenn danach das Wasser wieder eingelassen wird, was nach optimistischer Planung womöglich schon Ende Oktober passieren könnte, wären die ausgetrockneten Bäume und Gehölze sonst stark umsturzgefährdet. Die Fällungen hätten daher jetzt erfolgen müssen, damit die Bäume nicht zu einem späteren Zeitpunkt auf das Ufer fallen.

In der Baumschule und der Anzucht der Botanischen Gärten stehen laut Weigend bereits mehrere hundert Gehölze und Stauden, die nach Ende der Baumaßnahmen eingepflanzt werden. Der Weiher soll dann einen thematisch aufgearbeiteten Rand erhalten, wo die Gehölze nach Herkunft oder Verwandschaft gruppiert stehen werden.

"Dank der neuen Uferverbauung werden die Gehölze auch stabil stehen", so Weigend. Die bisher fehlende Verbauung habe in der Vergangenheit zu einem ständigen Abbruch des Ufers und zum Eintrag nährstoffreicher Erde in den Melbweiher geführt. "Das hat wesentlich zu dessen schlechtem Wasserzustand in den letzten Jahren beigetragen."