Rhein in Flammen steht ganz im Zeichen von Beethoven

Mal klassisch, mal rockig, mal beswingt: Zur 25. Ausgabe von Rhein in Flammen holt der Veranstalter Beethovens Musik aus den Konzertsälen nach draußen. Passend zum Feuerwerksmotto "Nacht der Götterfunken" präsentieren die Beethoven-Institutionen am 1. und 2. Mai den größten Sohn der Stadt in der Rheinaue quasi "zum Anfassen".

Bonn. Mal klassisch, mal rockig, mal beswingt: Zur 25. Ausgabe von Rhein in Flammen holt der Veranstalter Beethovens Musik aus den Konzertsälen nach draußen. Passend zum Feuerwerksmotto "Nacht der Götterfunken" präsentieren die Beethoven-Institutionen am 1. und 2. Mai den größten Sohn der Stadt in der Rheinaue quasi "zum Anfassen".

Solveig Palm vom Netzwerk "Ludwig van B.", einem Zusammenschluss von Schulen und Kulturinstitutionen, sagte am Dienstag bei der Vorstellung des Programms: "Beethoven ist Open-Air-tauglich." Dessen Musik werde auf drei Bühnen in verschiedensten Variationen von Pop über Jazz bis Klassik erklingen.

"Junge Künstler und Ensembles werden die Rheinaue mit Weltmusik von und nach Beethoven erfüllen", so Palm. Unter anderem treten vier Preisträger des Songwriter-Wettbewerbs "Xpress-Yourself" der Deutschen Post DHL auf. Ebenso die Bigband des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums.

Mit der Spider Murphy Gang kommt die Top-Band in die Rheinaue, doch aus der bayerischen Landeshauptstadt reist noch eine Musikgruppe an. Und das mit einer Premiere im Gepäck: "Einshoch6" führt ihren eigens zum Feuerwerk komponierten Song "Folge mir auf meinen Fluss" erstmals auf.

Und zwar am 2. Mai am Ende ihres etwa eineinhalbstündigen Konzertes. "Einshoch6" begeisterte das Publikum bereits 2009, als die Band im Rahmen des Beethovenfestes mit dem Minguet Quartett in der Straßenbahnhalle in Dransdorf auftrat. "Einshoch6" ist eine Kombination aus jungen klassischen Musikern, Rappern und Popmusikern. Die Grenzen zwischen den Genres verschmelzen.

Beethoven als "Starterpaket" vermitteln Bonner Grundschüler mit "Ludwig, der Querkopf". Luisa Imorde mit "Für Elise" und Toni Ming Geiger mit "Wut über den verlorenen Groschen" präsentieren am Flügel Beethoven pur. "Beethoven hot" heißt es, wenn die Bigband des Tannenbusch-Gymnasiums jungen Jazz spielt.

Es soll aber nicht nur die Musik aus den Sälen nach draußen. Auch die Beethoven-Sammlung zieht auf die Rheinwiesen: Das Beethoven-Haus zeigt das digitale Archiv einzigartiger Sammlungen von Musikhandschriften über Erstausgaben, Briefen sowie Bildern des Komponisten.

"Die Besucher können in mehr als 5 000 Dokumenten einen Eindruck von Beethovens Denken, Leben und Arbeiten bekommen, eine spannende Reise", so Philipp Adlung, Direktor des Beethovenhauses.

Partner der ersten Stunde bei Rhein in Flammen ist die Sparkasse KölnBonn. Als Souvenir zum 25. Geburtstag bietet sie eine Prepaid-Kreditkarte mit einem persönlichen Erinnerungsfoto vom Tage an - mit dem Feuerwerk im Hintergrund. Einen Schnappschuss gibt es auch von den Stadtwerken: Besucher können sich auf der Blauen Couch vor dem Panorama des Alten Rathauses ablichten lassen.