26. Weltkongress der Astronauten und Kosmonauten

Raumfahrer kommen im Sommer nach Aachen, Bonn und Köln

Köln.  Es war nur die Vorhut der Raumflieger, die vom 1. Juli an ihren 26. Weltkongress in Köln abhalten werden: Das Exekutivkomitee der Association of Space Explorer (ASE) nahm am Montag schon einmal die Domstadt auf Einladung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Augenschein.
Der ehemalige rumänische Kosmonaut Dumitri Dorin Prunariu posiert am 28. Januar 2013 in Köln bei einer Pressekonferenz der Association of Space Explorers (ASE), internationale Vereinigung aller geflogenen Astronauten zum Raumfahrtjahr 2013 und dem ASE- Jahrestreffen.
								Foto: dpa
Der ehemalige rumänische Kosmonaut Dumitri Dorin Prunariu posiert am 28. Januar 2013 in Köln bei einer Pressekonferenz der Association of Space Explorers (ASE), internationale Vereinigung aller geflogenen Astronauten zum Raumfahrtjahr 2013 und dem ASE- Jahrestreffen. Foto: dpa

Der rumänische Astronaut Dumitru Dorin Prunariu, dessen Besuch im All an Bord des russischen Forschungslabors "Saljut 6" schon 32 Jahre zurück liegt, sagte auf der Dachterrasse des Hotels am Wasserturm: "Das Ziel aller ASE-Mitglieder ist es, die Segnungen der Raumfahrt allen Menschen zugänglich zu machen."

Dazu gehört etwa ein Programm, das den Erdbewohnern bald den Anblick der Erde aus den Fenstern der Internationalen Raumstation (ISS) auf jedem Heimcomputer ermöglichen soll. Da 2013 das Jahr der Luft- und Raumfahrt ist, gibt sich das Motto des ASE-Kongresses ("Citizens of Space") bürgernah. "Immer längere Aufenthalte im All machen uns bewusst, dass wir auch Bürger des Weltraums sein können", so die Astronauten-Organisation. Sie glaubt, dass das Zusammenwirken von "Erfahrungsgewinnen im All und auf der Erde" die Menschen zu "besseren Hütern unseres Heimatplaneten" mache.

Die ASE war 1965 mitten im Kalten Krieg von amerikanischen, sowjetischen und anderen Raumfahrern gegründet worden, darunter auch Sigmund Jähn, dem ersten Deutschen im All. Sie unterstützt Bildungsinitiativen in aller Welt, deren Fokus auf einem stärkeren Verantwortungsgefühl des Menschen im Umgang mit der Erde liegt. Wichtig sei den Raumfahrern, so die ASE, "vor allem der Austausch mit Jugendlichen und Studenten".

Der Kongress im Sommer, veranstaltet vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, findet erstmals in Deutschland statt. Mehr als 80 Astronauten und Kosmonauten werden erwartet - nicht nur in Köln, sondern auch in Aachen und am 4. Juli in Bonn.

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