Zentralrat der Muslime

"Pro NRW sät Hass und Feindlichkeit"

BONN.  Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat die Muslime aufgerufen, sich nicht von Pro NRW-Vertretern provozieren zu lassen, die vor Moscheen mit islamfeindlichen Karikaturen posieren. Das sagte Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats, beim Besuch der Ditib-Moschee.
Aiman Mazyek (links) lässt sich beim Besuch der Ditib-Moschee die Ausbaupläne zeigen.
								Foto: Martin Ochmann
Aiman Mazyek (links) lässt sich beim Besuch der Ditib-Moschee die Ausbaupläne zeigen. Foto: Martin Ochmann

"Wir haben klare Anweisungen gegeben. Beim Freitagsgebet werden die Imame nochmals darauf hinweisen", sagte Mazyek. Der Zentralrat hat nach eigenen Angaben wegen dieser Kundgebungen Strafanzeige gegen Pro NRW erstattet. "Das sind Provokationen mit dem Ziel, eine bestimmte Gruppe zu diskriminieren und zu diskreditieren", sagte Mazyek.

Mit derartigen Aktionen würde Pro NRW Feindlichkeit und Hass säen, der dann von Rechtsterroristen in die Tat umgesetzt werde. Islamfeindlichkeit werde damit "salonfähig" gemacht.

"Wir müssen die Unversehrtheit der muslimischen Gotteshäuser schützen und fordern, dass die Unversehrtheit der Gotteshäuser gewährleistet wird", sagte der Zentralratsvorsitzende weiter. Wie das genau aussehen soll, sei Sache der Polizei, so Mazyek auf Nachfrage.

Nach seinen Angaben hat die Zahl der Übergriffe auf Moscheegemeinden zugenommen, demnach gab es zwischen 2001 und 2011 bundesweit 219 Übergriffe, 83 davon in Nordrhein-Westfalen. Dankbar aufgenommen würden derartige Aktionen von Extremisten aus allen Lagern. "Wir müssen verhindern, dass so etwas passiert wie in Dänemark", so Mazyek.

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