Stadt Bonn

Noch nicht alle Automaten akzeptieren den neuen Fünf-Euro-Schein

BONN.  Der "Neue" kommt attraktiv gelb-grün daher, liegt irgendwie dicker in der Hand und ist zudem mit dem Hologramm einer freundlichen Dame, nämlich der personifizierten Europa, geschmückt. Die Rede ist vom neuen Fünf-Euro-Schein, der seit dem 3. Mai den bisherigen, eher tristen grau-bläulichen Schwesterschein nach und nach ablösen soll.
Auf Nummer sicher geht, wer mit alten Scheinen zahlt.
								Foto: Bettina Köhl
Auf Nummer sicher geht, wer mit alten Scheinen zahlt. Foto: Bettina Köhl

Den Fälschern soll der frisch Gedruckte das Leben schwerer machen, sagt die Bundesbank. Den Nutzern scheint der Neue auch zu gefallen, wenn man mal vom ersten Moment des Kennenlernens absieht, in dem so mancher denken mag: Vorsicht, Falschgeld! Zumal ja auch der Alte Schein zuerst noch weiter im Umlauf bleibt. Das Problem bei der Sache: Was der Automat nicht kennt, das frisst er auch nicht. So dass der eine oder andere Bürger seit Anfang Mai vor Gebühren einziehenden Geräten trotz neuen Fünfers erst mal mit leeren Händen dastehen dürfte.

Toi, toi, toi, heißt es da derzeit bei den Stadtwerken Bonn. Bislang habe es mit der Umstellung der rund 80 werkseigenen Fahrkartenautomaten auf den neuen Schein reibungslos geklappt, antwortet Pressesprecherin Veronika John auf GA-Frage. Die rund 80 Geräte an den Haltestellen der Bonner Bahnen nähmen die neuen Zahlungsmittel bisher problemlos an.

"An uns sind noch keine Reklamationen herangetragen worden. Wir gehen also davon aus, dass die Automaten seit Anfang Mai auch die neuen Fünf-Euro-Scheine akzeptieren", sagt John. Die Zeitspanne, um die komplizierten Geräte auf den neuen Geldschein umzurüsten, sei zwar sehr knapp bemessen gewesen. Und die Spannung, ob die Automaten die frischen Geldmittel dann auch "fressen" würden, war groß. Aber die Automatenwerkstatt habe die Aufgabe offensichtlich prima gelöst, meint John.

Da die Automaten in den fahrenden Bahnen ohnehin nicht auf Scheine hin konzipiert seien, falle die Schwierigkeit, dass Geräte bei Rütteln auf Papier reagieren müssten, ja weg. "Und in unseren Bussen zahlt man bekanntlich bei den Fahrern. Die sind natürlich auf die neuen Scheine vorbereitet", fügt die Stadtwerke-Pressesprecherin hinzu. Und wäre es für Automatenbetreiber wie die Stadtwerke nicht besser gewesen, die Bundesbank hätte den schicken Fünfer gleichzeitig mit dem nächstes Jahr folgenden Zehner in Umlauf gebracht? "Dieser Frage stellen wir uns gar nicht", meint John diplomatisch. Die Fachabteilung werde 2014 auch diese Hürde nehmen.

Die City Parkraum GmbH Bonn, die rund 30 Automaten in ihren sechs Parkhäusern laufen hat, entschied sich dagegen für einen gleichzeitigen Umrüstungstermin. "Das machen wir in einem Zug. Wir stellen die Automaten bis Ende Mai zusätzlich sowohl auf den Fünfer als auch gleich auf den neuen Zehner um", erklärt Geschäftsführer Reiner Löffel dem GA. In den Parkhäusern sei es, so Löffel, noch zu keinen Kundenbeschwerden gekommen, dass die neuen Scheine jetzt noch nicht geschluckt würden. "Wie gesagt: Ende Mai wird jeder neue Schein genommen. Dann ist die Montage abgeschlossen."

Der neue Fünfer. Er ist der erste der zweiten Generation der Euro-Scheine seit der Einführung. Auffälligstes Merkmal neben der lebendigeren Farblichkeit: Die Wertziffer "5" steht auf der Vorderseite nun mittig. Ein verändertes Wasserzeichen und ein neues Hologramm-Band sollen Geldfälschern die Arbeit erschweren. In den Euro-Ländern werden insgesamt drei Milliarden neue Scheine ausgegeben.

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