Aloisiuskolleg in Bad Godesberg

Neuer Fall von Missbrauch am Ako

Ako-Haupteingang an der Elisabethstraße.

Ako-Haupteingang an der Elisabethstraße.

BAD GODESBERG. Am Aloisiuskolleg (Ako) in Bad Godesberg hat es Mitte April offenbar einen sexuellen Übergriff durch einen Mitarbeiter gegeben. Das Kolleg hat daraus umgehend Konsequenzen gezogen.

Wie Dirk Schneemann, Pressesprecher der Bezirksregierung, auf GA-Anfrage bestätigte, habe das Kolleg der Schulaufsicht mitgeteilt, dass sich ein Lehrer einer solchen Tat schuldig gemacht habe. "Nach unserer Kenntnis hat das Kolleg dienstrechtliche Konsequenzen gezogen und Strafanzeige gegen den Mitarbeiter erstattet."

Für das Ako sagte auf GA-Anfrage der gerade verabschiedete Rektor, Pater Johannes Siebner, als Geschäftsführer der Aloisiuskolleg gGmbH, man habe sich mit dem Mitarbeiter darauf verständigt, dass er das Kolleg "zum Schuljahresende verlassen und bis dahin nicht an das Aloisiuskolleg zurückkehren wird". Die Frage, ob das Kolleg Strafanzeige gegen den Mann gestellt habe und weshalb, ließ Siebner unbeantwortet. Nach GA-Informationen soll Mitte April ein Lehrer einer Schülerin gegenüber übergriffig geworden sein. In einem Rundschreiben an die Eltern bittet das Ako zum Schutze der Persönlichkeitsrechte aller dringend um Diskretion.

Das Ako ist seit 2010 mit der Aufarbeitung zahlreicher Missbrauchstaten aus Jahrzehnten zuvor beschäftigt. Der Betroffenenverein Eckiger Tisch Bonn erklärt zu dem neuen Tatvorwurf: "Wir fühlen mit den möglichen Opfern von sexueller Gewalt. Wir sind schockiert und fragen uns, wie gerade hier mutmaßlich weitere Menschen geschädigt werden konnten." Man rufe alle Betroffenen und Zeugen auf, sich zu melden.