Modulbauklinik entsteht in Rekordzeit

Nach der offiziellen Schlüsselübergabe dürfen die Besucher die neuen Räume der Modulbauklinik besichtigen.

BONN. Ein erfolgreiches und bewegtes Jahr liegt hinter der Universitätsklinik Bonn. Rund 170 Gäste ließen es beim Weihnachtsempfang des Klinikums Revue passieren.

Der Empfang wurde als Gelegenheit genutzt, den Gästen das gerade eben fertiggestellte neue Klinikgebäude im Norden des Venusberg-Campus zwischen HNO-Klinik und Chirurgischem Zentrum und in direkter Nähe zum Parkhaus Nord zu besichtigen.

Bevor die Gelegenheit genutzt wurde, das noch nicht in Betrieb genommene Haus anzuschauen, fand ein kleiner Festakt mit der offiziellen Schlüsselübergabe und der Einsegnung des Hauses durch Pfarrerin Agnes Franchy-Kruppa und Pfarrer Walter Koll von der Klinikseelsorge im Foyer des Neubaus statt.

"Für uns ist es ein schöner doppelter Anlass, uns hier beim Weihnachtsempfang und der Einweihung des bisher Modulbauklinik genannten Hauses zu treffen", sagte der scheidende Ärztliche Direktor Professor Michael Lentze. Zukünftig werde das Gebäude aber nicht unter seinem Projektnamen, sondern als Zentrum für Integrative Medizin (ZIM) geführt, betonte er.

Der Neubau stehe unmittelbar vor der Inbetriebnahme. Einziehen werden die ehemalige Poliklinik Wilhelmstraße und weitere Stationen der Medizinischen Klinik I vom Venusberg. Auch das Centrum für integrierte Onkologie (CIO) und das neue Zentrum für ambulantes Operieren werden in dem Haus untergebracht.

"Das CIO ist eine erfolgreiche Kooperation der Unikliniken Bonn und Köln", erklärte Lentze. 2008 gegründet, bündeln die Kliniken im CIO ihre Kapazitäten der Diagnostik, Behandlung und Betreuung von Patienten mit der Diagnose Krebs. "Es ist ein erfolgreicher Verbund, der es ermöglicht, Krebspatienten noch gezielter zu therapieren", so Lentze.

"Der Neubau wurde in beeindruckender Geschwindigkeit fertiggestellt", lobte er. Der Bau sei ein erster Schritt bei der Realisierung einer langfristigen Vision. "Alle Kliniken, außer die Zahnmedizin, sollen bis 2020 auf dem Venusberg vereinigt werden", so Lentze. "Die neue Klinik ist ein vorgezogener Teil des in den nächsten Jahren geplanten Zentralklinikums, zu dem auch der Neubau des Eltern-Kind-Zentrums auf dem Venusberg gehören soll", sagt der Kaufmännische Direktor Dr. Hans-Jürgen Hackenberg.

Die Gesamtfinanzierungslast von 450 Millionen Euro sei hoch, merkte Lentze an, aber man wolle sich der Herausforderung stellen. Mit langanhaltendem Applaus wurde er verabschiedet. Im nächsten Jahr übernimmt Wolfgang Holzgreve, Professor für Geburtsheilkunde und Gynäkologie, die Position des Ärztlichen Direktors.