Keine Hinweise auf gefährliche Hundeköder

Mit Glassplittern versehene Fleischwurst in der Rheinaue?

Suspicious looking “meatballs”.

Eine Frau warnte im Internet vor gefährlichen Ködern für Hunde wie hier auf dem Archivbild zu sehen.

Bonn. Die Nutzerin einer Bonner Facebook-Gruppe warnte im Internet vor gefährlichen Fleischwurststückchen für Hunde. Die Stadt Bonn und die Polizei konnten einen solchen Fall nicht bestätigen.

Mit Glassplittern gespickte Fleischwurststücke seien in der Rheinaue versteckt worden und hätten sogar schon einen Hund getötet – diese Meldung kursierte in den vergangenen Tagen auf Facebook. Besorgte Bonner teilten den Post vom 1. März mehrere hundert Mal. Doch auf GA-Nachfrage konnten weder die Stadt Bonn, noch die Polizei bestätigen, dass ein solcher Fall vorliegt.

Ganz gleich, ob dieser Vorfall wirklich passiert ist: Die Behörden können laut eigener Aussage nur reagieren, wenn sie über solche Tierfallen informiert werden. So erreicht man unter 02 28/77 33 33 das Ordnungsamt. „Das kann dann veranlassen, die Stelle abzusuchen und die Köder zu entfernen“, sagt Stefanie Zießnitz vom Bonner Presseamt. Auch bei der Polizei können sich die Bürger in solchen Fällen unter dem Notruf 110 melden.

Ozan Stoll vom Tierschutz Siebengebirge rät generell dazu, Hunde an der kurzen Leine zu führen. „Hat das Tier etwas gefressen und verhält sich komisch, sollte man direkt einen Tierarzt aufsuchen“, sagt er. Stoll betont, dass es zum Schutz aller Tiere wichtig sei, die Behörden zu informieren. Aufrufe in sozialen Netzwerken sorgten dagegen schnell für Verwirrung und Fehlinformation.