Klage gegen Entzug durch Uni Bonn

Mathiopoulos kämpft um Doktortitel

BONN.  Margarita Mathiopoulos kämpft am Mittwoch, 5. Dezember, vor dem Verwaltungsgericht um ihren Doktortitel. In dem Verfahren, das im Bonner Landgericht stattfindet, klagt die Politologin gegen den noch nicht rechtskräftigen Entzug ihres Titels durch die Uni Bonn wegen angeblich "vorsätzlicher Täuschung bei ihrer Doktorarbeit". In der Dissertation, so die Uni, habe man 320 Stellen gefunden, in denen die Originalquelle "systematisch nicht ordentlich zitiert wurde".

Mathiopoulos, von Juli 2002 bis Mai 2011 auch Beraterin der FDP, setzt sich mit ihrer Klage gegen diesen Vorwurf zur Wehr. Für sie steht einiges auf dem Spiel: Der gebürtigen Bonnerin, die 1986 promovierte, droht überdies der Verlust ihrer Honorarprofessuren in Potsdam und Braunschweig, die sie derzeit noch innehat.

Denn nach Bekanntwerden des Titelentzugs teilten beide Universitäten mit, dass sie Mathiopoulos nach Rechtskraft des Entzugs die Honorarprofessur aberkennen würden. Die Uni Braunschweig erklärt dazu: "Die TU Braunschweig bestellt nur solche Personen zu Honorarprofessorinnen oder Honorarprofessoren, die nach ihren wissenschaftlichen Leistungen den an ein Professorenamt zu stellenden Anforderungen genügen.

Der Stellungnahme der Universität Bonn nach sind die schon vor Jahren erhobenen Plagiatsvorwürfe offenbar berechtigt gewesen. Nach einer rechtsgültigen Entscheidung der Universität Bonn wird die Aberkennung auf Antrag der Fakultät und nach Stellungnahme des Senats vom Präsidium ausgesprochen."

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