Bonner Hauptbahnhof

Mann auf Gleisen - Zug musste notbremsen

Durch eine Notbremsung konnte der Lokführer des Regionalexpresses Schlimmeres verhindern. Archivfoto: Beekes

16.01.2014 BONN. Ein 71-Jähriger nahm am Mittwoch eine lebensgefährliche Abkürzung über die Gleise. Jetzt ermittelt die Bundespolizei wegen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr.

Am Mittwochvormittag überquerte ein 71 Jähriger im Bonner Bahnhof die Gleise. Wie die Polizei mitteilte, musste ein einfahrender Zug eine Schnellbremsung einleiten, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Dank der schnellen Reaktion des Lokführers blieb der Mann unverletzt.

Der Regionalzug fuhr gerade in den Bonner Hauptbahnhof ein, als ihm ein Reisender in "seinem Gleisbereich" auffiel: Der ältere Herr wollte eine Abkürzung von Bahnsteig zwei zum Bahnsteig eins nehmen und riskierte damit sein Leben. Sofort betätigte der Lokführer die Notbremse.

Der Rentner aus Bonn hatte einen guten Schutzengel, denn er schaffte es, rechtzeitig aus dem Gleisbereich zu steigen, um der einfahrenden Bahn zu entkommen. Diese streifte ihn nur leicht, so dass der Mann nicht verletzt wurde. Eine Streife der Bundespolizei verbrachte den schockierten Herren zur Dienststelle. Bei der Polizei gab er an, dass er lediglich eine Abkürzung über die Gleise in die Bonner Innenstadt nehmen wollte.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ein. Dieser Vorfall hat gezeigt, dass das Überqueren der Gleise an dafür nicht vorgesehenen Stellen lebensgefährlich werden kann. (dom)