Jeder soll den Duisdorfer Esel kennenlernen

Ortsfestausschuss wünscht sich eine Hinweistafel für die Statue im Duisdorfer Zentrum. Ausblick aufs Jahr

Duisdorf. Die Duisdorfer sind wieder auf ihren Esel gekommen. Es war in jüngster Zeit schon ein wenig ruhig geworden um das Lastentier, das auf dem Schickshof einen Ehrenplatz hat. Doch am Karnevalssamstag feierte es mit der Veranstaltung "Zum närrischen Äsele" sein Comeback - ein bunter Abend im Kulturzentrum Hardtberg, bei dem auch die Franzosen aus der Partnerstadt Villemomble ihren Spaß hatten.

"Das könnte es eigentlich wieder geben", sagt Hans Berg, Vorsitzender des Ortsfestausschusses (OFA). So werde das sonst eher knappe Angebot für die ältere Generation im Ort erweitert.

Auch wenn es ohne Weinfest in diesem Jahr etwas ruhiger wird - die Lengsdorfer sind jetzt wieder dran - stehen beim OFA einige Veränderungen an. So wird im März nach vier Jahren nun wieder ein neuer Vorstand gewählt. "Ich würde es nochmal machen, wenn ich gewählt werde", sagt Berg. Der 68-Jährige freut sich, dass im vergangenen Jahr mit der Arbeiterwohlfahrt der 32. Verein aufgenommen werden konnte.

Der OFA ist sozusagen das Dach für die Ortsvereine, die noch nicht mal etwas dafür zahlen müssen. Spontan sagt Berg "leider", doch "wir kommen zurecht". Er will den Bogen nicht überspannen, denn schließlich würden in den einzelnen Vereinen ja auch schon Mitgliedbeiträge fällig. "Die Geschäftswelt hat ein offenes Herz", sagt der Vorsitzende.

Ohne deren Unterstützung "wären unsere Aktivitäten nicht möglich". Ein Beispiel: Der Ortsfestausschuss bietet ein Weinfest ohne Eintritt. Dafür wird ein 400 Quadratmeter großes Zelt aufgestellt, das bewacht werden muss. Auch Toiletten werden gemietet. "Da kommen ein paar Tausender zusammen", sagt Berg.

Am Ende des Jahres stimmt die Kasse, vorausgesetzt aber auch, dass die Miete der Sporthalle für den Seniorentag so günstig bleibt wie bisher. Zusammen sind die Vereine stark, zum Beispiel, wenn sie in "geballter Ladung" beim Weinfest mitmachen, wie Berg es formuliert.

Er lobt zudem das Engagement bei der Sanierung der Gedächtnisstätten auf dem Alten Friedhof, was ebenfalls durch Sponsoren und einen Zuschuss der Stadt möglich wurde. "Nun stehen noch die beiden großen Eingangstore an", sagt Berg. Da komme der Sandstrahler zum Einsatz, dann lackieren OFA-Mitglieder in Eigenarbeit.

De Duisdorfer Äsel Die Bezeichnung Äsel ist in Duisdorf keine Schande. Früher gingen die Bauern mit den Tieren zur Lessenicher Mühle, um ihr Getreide zu mahlen. Dabei waren sie mittags immer so pünktlich, dass die Leute sagten, "da kumme die Duisdorfer Äsele", berichtet Ortsfestausschussvorsitzender Hans Berg. Vorbild für die Statue im Ortszentrum sind übrigens die Esel vom Drachenfels, die früher in Duisdorf überwinterten.

Die Kirmes hat es andernorts schwer, nicht so in Duisdorf. Da wird der Rummel sogar zweimal im Jahr, im Mai und September, aufgebaut. Neben dem OFA waren auch die Schausteller 2009 zufrieden. Berg denkt, dass es an der Atmosphäre liegt. So gibt es Blasmusik beim Fassanstich am Freitag. Auch der Sonntagsfrühschoppen im September lebe von Pauken und Trompeten.

Die Höhepunkte 2010: Oldie Night am 20. März, Maitreff am 30. April, Gewerbeschau am 13. Juni, das 90-jährige Bestehen des FC Hardtberg am 3. Juli und natürlich das Derletalfest am 10. Juli. Die 3. Hardtberger Kulturnacht steigt am 11. September, das Oktoberfest am 9./10. Oktober.

Nicht zu vergessen Martinszug und Adventsmarkt. Für die Zukunft kann sich Hans Berg auch vorstellen, dass sich Duisdorfer zusammentun, um als Gruppe im Bonner Rosenmontagszug mitzugehen - vielleicht als Äsel-Abteilung.

Also wieder der Esel: Für die Statue, die so aufgestellt ist, dass sie aus Richtung Lessenich kommt wünscht sich der Ortsfestausschuss noch eine Hinweistafel. Damit jeder Passant weiß, was das Tier bedeutet.