Bund der Steuerzahler vergleicht

Hundesteuer in Bonn ist zweithöchste in NRW

Zu viel Wasser und Shampoo schadet der Hundehaut. Deswegen sollten Halter mit diesen Pflegemitteln sparsam umgehen.

Ein einzelner Hund kostet in Bonn 162 Euro Hundesteuer, in Euskirchen nur 78

Bonn. 162 Euro verlangt die Stadt Bonn für einen Hund im Jahr, Siegburg verlangt nur 95 Euro. Der Bund der Steuerzahler NRW hat die Tarife im Land verglichen.

Hunde sind ein teures Hobby, besonders wenn man in Bonn wohnt. Die Stadt verlangt für das erste Tier dieser Art von Herrchen oder Frauchen jährlich 180 Euro Hundesteuer. Für den zweiten Hund werden schon 210 Euro jährlich fällig und für den dritten Hund 264 Euro. Nur Hagen verlangt mehr.

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) NRW hat die Hundesteuer-Sätze von von 232 NRW-Kommunen verglichen. Die Spannbreite ist dabei enorm: Den höchsten Steuersatz zahlen Hundefreunde in Hagen mit 180 Euro pro Jahr für einen Hund. Den geringsten Steuersatz für einen Hund erhebt Verl mit 25 Euro.

In vielen Kommunen gibt es außerdem noch einen erhöhten Steuersatz für Kampfhunde. Hier steht Siegburg auf Platz zwei mit 1100 Euro hinter Monheim (1320 Euro) je Kampfhund und Jahr. Bonn verlangt 840 Euro. 60 Kommunen bieten Kampfhundebesitzern einen reduzierten Steuersatz an, wenn sie einen Nachweis erbringen, dass eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit nicht zu befürchten ist. 

Bonn hatte 2016 den Hundebestand ermitteln lassen und dafür Kritik am "Hundezensus" kassiert.

Steuerbefreiung für Assistenzhunde

Eine Steuerbefreiung für hilflose, blinde und schwerbehinderte Personen gibt es in fast allen untersuchten Kommunen. Empfänger von Leistungen zum Lebensunterhalt bekommen in 196 Kommunen eine Ermäßigung. Sie zahlen in Bonn 24 Euro für den ersten und 162 Euro für den zweiten Hund. Viele andere Kommunen gewähren einen Nachlass auf die Hundesteuer von 75 Prozent für Leistungsempfänger.

Zeitlich befristete Steuerbefreiungen gibt es in 84 Kommunen, wenn jemand einen Hund aus dem Tierheim aufnimmt. Bonn und Siegburg sind auf dieser Liste nicht zu finden. In Bornheim Eine Ermäßigung für Wachhunde gibt es in 133 Kommunen.  Auch in der Region zahlen Halter von Wachhunden oft nur den halben Hundesteuersatz.
 

 

Bund der Steuerzahler hält Hundesteuer für wenig sinnvoll

Der Bund der Steuerzahler tritt für eine Abschaffung der Hundesteuer ein. „Sie nimmt auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Steuerzahler so gut wie keine Rücksicht“, kritisiert Heinz Wirz, Vorsitzender des BdSt NRW. „Auch ist der Erhebungs- und Kontrollaufwand sehr hoch und das Aufkommen ist im Vergleich zu den Einnahmen aus den klassischen Kommunalsteuern wie Grund- und Gewerbesteuer eher unbedeutend.“