Hanswurst und Zoch in Billig

BONN. Karneval in der Voreifel: Was die Kölner können, wollen die Euskirchener auch. Artikel einer Schülerin des Ludwig-Erhard-Berufskollegs, Klasse VFAM 4.

Ein Motto im Euskirchener Karneval lautet: "Was Köln kann, kann Euskirchen schon lange." Den Karneval in Euskirchen gibt es seit 1840. Der Prinz im Karneval wurde damals "Hanswurst" genannt.

Zur Pflege des Euskirchener Karnevals wurde 1957 der Euskirchener Festausschuss Feuka gegründet. Er wählt den Prinzen und ist für dessen Vorstellung und Proklamation verantwortlich. In der Zeit von 1933 bis heute wurden 66 Prinzen proklamiert.

Zu den Karnevalsgesellschaften gehören die Prinzengarde Euskirchen, die Euskirchener Narrenzunft, die KG Alt Oeskerche und die KG Erfttal. Hinzu kommen die Interessengemeinschaften Südstadt und Nordstadt, die ebenfalls einen Regenten stellen.

Zusammen mit allen Gesellschaften finden in Euskirchen zahlreiche Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel die Prinzenproklamation, die Damensitzung, der Seniorentag und als Höhepunkt der Rosenmontagszug. Der zählt bis zu 100 Fußtruppen und Wagengruppen und etliche Musikvereine.

Ausklang ist im Euskirchener City Forum oder in Euskirchener Kneipen. Die Finanzierung des Euskirchener Karnevals gestaltet sich von Jahr zu Jahr schwieriger und ist nur durch Sponsoren möglich.

Ich selbst bin ein großer Karnevalsfan. Dies habe ich von meinen Eltern, da sie mich von klein an immer zu den Karnevalsveranstaltungen mitgenommen haben. Zudem ist mein Stiefvater im Euskirchener Festausschuss vertreten.

Beim letzten Karneval bin ich das erste Mal mit Freunden im Karnevalszug im Nachbardorf mitgegangen. Es war der erste Karnevalszug nach 30 Jahren in Billig. Zu diesem Anlass besuchte sogar der WDR unseren Zug und strahlte am Abend einen zehnminütigen Bericht über den Karnevalszug in Billig aus. Ich wünsche mir sehr, dass dort die Tradition eines Karnevalszuges in den nächsten Jahren fortgesetzt wird.

Ludwig-Erhard-Berufskolleg, Klasse VFAM 4