Funde in Bonn

Gefährliche asiatische Buschmücke erobert Deutschland

Müncheberg.  Die gefährliche asiatische Buschmücke Aedes japonicus ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Größere Populationen wurden unter anderem in Bonn und im Norden von Rheinland-Pfalz entdeckt, teilte das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) am Montag in Müncheberg mit.
Eine asiatische Buschmücke sitzt am 23. September 2005 auf einem Finger. Diese Mücke verbreitet sich in Deutschland, vor allem im Süden von Nordrhein-Westfalen und im Norden von Rheinland-Pfalz und ist Überträger des in Einzelfällen tödlichen West-Nil-Virus.
							Foto: dpa
Eine asiatische Buschmücke sitzt am 23. September 2005 auf einem Finger. Diese Mücke verbreitet sich in Deutschland, vor allem im Süden von Nordrhein-Westfalen und im Norden von Rheinland-Pfalz und ist Überträger des in Einzelfällen tödlichen West-Nil-Virus. Foto: dpa

Gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems sei man der asiatischen Buschmücke durch Berichte über seltene Insekten im Rahmen des Mit-Mach-Projekts Mückenatlas auf die Spur gekommen. Zuvor seien die Mücken bereits im südlichen Baden-Württemberg nachgewiesen worden. Das Insekt ist den Angaben zufolge Überträger des in Einzelfällen tödlichen West-Nil-Virus.

Auf die Spur des Insekts kamen die Wissenschaftler bei der Erstellung eines sogenannten Mücken-Atlasses (www.mueckenatlas.de), der in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum entwickelt wird. Mehrere Einwohner aus Bonn hatten Exemplare der exotischen Mückenart eingeschickt. Bei Untersuchungen stießen die Forscher dann auf eine größere Population in einem etwa 2.000 Quadratkilometer großen Gebiet zwischen Köln und Koblenz.

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