Erst der Kreisel, dann die Häuser

Mit einem halben Jahr Verspätung soll Röttgen nun seinen Kreisverkehr am Ortsausgang Richtung Ückesdorf und Ippendorf bekommen. Er bildet dann auch ein Eingangstor zum geplanten Baugebiet Am Hölder. Dafür hat die FDP einige Änderungswünsche - vor allem bei der Geschosshöhe.

Röttgen. Mit einem halben Jahr Verspätung soll Röttgen nun seinen Kreisverkehr am Ortsausgang Richtung Ückesdorf und Ippendorf bekommen. Er bildet dann auch ein Eingangstor zum geplanten Baugebiet Am Hölder. Dafür hat die FDP einige Änderungswünsche - vor allem bei der Geschosshöhe.

FDP-Ratsherr Joachim Stamp ärgert sich, dass in Sachen Kreisel lange nichts passiert ist. Dessen Bau sei eigentlich schon fürs Frühjahr versprochen worden. Ihm ist daran gelegen, dass die gefährliche Ecke an der Kreuzung Reichs- und Röttgener Straße entschärft wird - schon jetzt, bevor die ersten Häuser Am Hölder gebaut werden.

Am Montag teilte die Stadt nun mit, dass der Landesbetrieb Straßen NRW den Kreisverkehr ab Anfang November bauen will. Für die Fußgänger soll zudem südlich von Röttgen am Wanderparkplatz eine Mittelinsel errichtet werden, damit sie einfacher über die Landesstraße kommen. Die Stadt lädt nun zu einem Bürgerinfo ein: am Mittwoch, 22. September, ab 19 Uhr in der Schloßbachschule, Herzogsfreudenweg 53.

Wie viele Jahre das Baugebiet Am Hölder nun schon diskutiert wird, kann Stamp nicht genau sagen. Es dauere, weil nicht jeder seine Grundstücke für das Vorhaben verkaufen wolle. Nun soll der Rat im Oktober schon mal den Bebauungsplan beschließen, die Bezirksvertretung Bonn diskutiert darüber am Donnerstag, 16. September, ab 17 Uhr im Stadthaus.

Stamp hat dazu einen Änderungsantrag verfasst. Er enthält Wünsche, die er bereits 2008 formuliert hat. Zum Beispiel seien die Häuser am nördlichen Rand mit 14,5 Metern zu hoch. Statt drei Etagen (plus Staffelgeschoss) sollen sie nur zwei hoch werden. Zudem könne dort auch auf die Tiefgaragen verzichtet werden. Insgesamt sollen auf der 17 Hektar großen Freifläche Am Hölder 375 Häuser unterschiedlicher Größe entstehen.

Dazu gehört auch ein Ärztehaus. "Das ist nicht mehr nötig", meint Stamp. Denn ein solches werde nun schon an der Reichsstraße 55 (ehemalige Tankstelle) gebaut. Am Hölder wünscht die FDP, die eine Lösung mit den anderen Parteien sucht, lieber weitere Wohnhäuser für Familien. Stamp hofft auch, dass die Nadelbäume hinter dem Friedhof stehen bleiben können.